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Altersgrenzen und Vertrauensschutz

Der sogenannte Vertrauensschutz greift dann, wenn gesetzliche Regelungen geändert werden und bestimmte Personengruppen dadurch benachteiligt würden. Auch bei der Altersrente für Menschen mit Schwerbehinderung gibt es eine solche Vertrauensschutzregelung.

  • Vor dem 1. Januar 1952 Geborene können mit 63 Jahren die Altersrente für Menschen mit einer Schwerbehinderung beantragen. Wenn sie schon mit 60 Jahren in Rente gehen wollen, müssen sie mit Abschlägen rechnen.
  • Bis zum 16. November 1950 Geborene und Menschen, die bereits am 16. November 2000 schwerbehindert oder berufs- bzw. erwerbsunfähig waren (nach dem am 31. Dezember 2000 geltenden Recht) können die Rente mit Schwerbehinderung bereits mit 60 Jahren abschlagsfrei erhalten.
  • Ab dem 1. Januar 1952 Geborene können ihren Anspruch auf Schwerbehinderten-Rente nach dem 60. Geburtstag geltend machen. Genau wie die Altersgrenze für die normale Altersrente ab 2012 nach und nach ansteigt (von 63 auf 65 Jahre), so steigt auch die Altersgrenze für Menschen mit einer Schwerbehinderung schrittweise an (von 60 auf 62 Jahre).
  • Ab dem 1. Januar 1964 Geborene können hingegen erst mit 65 Jahren abschlagsfrei bzw. mit 62 Jahren mit Abschlägen in den Genuss der Rente für Menschen mit einer Schwerbehinderung kommen.

Wer über die Regelaltersgrenze hinaus noch arbeitet, soll ab Juli 2017 für jeden weiteren Monat einen Rentenzuschlag in Höhe von 0,5 Prozent erhalten (Flexirente). Zusätzlich erhöht sich die Rente durch die weitere Beitragszahlung. Rentenversicherungsbeiträge müssen nicht mehr gezahlt werden, der Arbeitgeber muss allerdings seinen Beitragsanteil abführen.

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