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Besonderheit für behinderte Menschen

Eine volle Erwerbsminderung liegt grundsätzlich auch vor, wenn der Betroffene in einer anerkannten Werkstatt für behinderte Menschen oder in einer anderen beschützenden Einrichtung beschäftigt ist und wegen der Art und Schwere seiner Behinderung nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein kann.

Altersrente für schwerbehinderte Menschen kann bereits vor der Altersgrenze beantragt werden. Auch hier erhöht sich die Altersgrenze mit steigendem Geburtsmonat oder -jahr.

Es gibt zwei wichtige Voraussetzungen für die Rente mit Schwerbehinderung:

  • Am Tag des Rentenbeginns muss der Schwerbehinderungsgrad bestehen, also ein Grad der Behinderung von mindestens 50 (GdB 50). Liegen mehrere Behinderungen vor, werden sie in einer Gesamtschau bewertet. In der Praxis gibt es gewisse Erfahrungswerte, wie hoch eine Behinderung zu bewerten ist. Das Versorgungsamt hat hier oft einen Bewertungsspielraum.
  • Die 35-jährige Wartezeit muss am Tag des Rentenbeginns erfüllt sein. Bei einer geringeren Wartezeit besteht kein Anspruch auf eine vorgezogene Rente wegen Schwerbehinderung. Dabei werden sämtliche rentenrechtlichen Zeiten auf die Wartezeit angerechnet. Dazu gehört auch das Studium, das in anderen Fällen wie der abschlagsfreien Altersrente für Versicherte mit 45 Pflichtbeitragsjahren nicht angerechnet wird.

Die vorgezogene Altersrente für schwerbehinderte Menschen ist niedriger als die abschlagsfreie Rente. Für jeden Monat, den die Rente vor der Altersgrenze bezogen wird, wird die Rente um je 0,3 % gekürzt.

Diese Rentenkürzung ist dauerhaft, d.h. sie fällt mit dem Erreichen der Altersgrenze nicht weg und führt nach dem Tod des Versicherten auch zu einer Kürzung der Hinterbliebenenrente.

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