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direkt 02 13 Gesundheit im Arbeitsleben 04 11. Landesweite VdK-Schulung für Behindertenvertreter, Betriebs- und Personalräte Mehr ... 08 Die Staatstheater Stuttgart engagieren sich vorbildlich für ihre Mitarbeiter Mehr ... 10 Die Kluft wächst – Endlich handeln! Mehr ... 12 Deutsche geben Wahllokalen bei Barrierefreiheit schlechte Noten Mehr ...

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Mit freundlicher Unterstützung von: So nutzen Sie die Funktionen des eMagazins Impressum Herausgeber: Sozialverband VdK Landesverband Baden-Württemberg Johannesstraße 22 70176 Stuttgart Herstellung: Verlagsgesellschaft W.E. Weinmann e.K. Karl-Benz-Straße 19 70794 Filderstadt Fotos: VdK Aktion Mensch Staatstheater Stuttgart Videos: VdK TV

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Editorial Liebe Leserin, gesunde Arbeit im Arbeitsleben – was ist darunter zu verstehen? lieber Leser, Alle Unternehmen wünschen sich leistungsfähige, engagierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um ihre Unternehmensziele zu erreichen. Nicht immer klar ist hingegen, dass die Voraussetzung hierfür eine gute Gesundheit ist. Eine sinnvoll und nachhaltig betriebene Betriebliche Gesundheitsförderung reduziert z. B. die Anzahl der Krankheitsfehltage, bindet die Beschäftigten an das Unternehmen und führt zu größerer Arbeitszufriedenheit. Erfolgreiche Gesundheitsförderung im Rahmen eines auszubauenden Gesundheitsmanagements erfordert eine eigenverantwortliche und langfristige Durchführung von Gesundheitsmaßnahmen sowie die Schaffung von organisatorischen und personellen Strukturen. Die Pflichten des Arbeitgebers sind im Arbeitsschutzgesetz sowie in weiteren Gesetzen und Verordnungen definiert: Verhütung von Unfällen bei der Arbeit und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren sowie die Umsetzung von Maßnahmen zur menschengerechten Gestaltung der Arbeit. weiter Ronald Weinschenk Landesobmann der Schwerbehinderten-Vertrauenspersonen

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11. Landesweite VdK-Schulung für Behindertenvertreter, Betriebs- und Personalräte „Wertschätzung im Arbeitsleben: Gute Führung – gesunde Mitarbeiter – ist das möglich?“ heißt es am 3. Juli in der Harmonie Heilbronn. Als größter Behindertenverband im Land führt der Sozialverband VdK Baden-Württemberg regelmäßig Informationsveranstaltungen für Menschen mit Behinderung oder chronischer Krankheit sowie für andere Zielgruppen durch. Seit dem Jahr 2001 veranstaltet der Landesverband – mittlerweile jährlich – eine große eintägige Schulung für Vertrauenspersonen behinderter Menschen. Die bereits elfte Großveranstaltung richtet sich auch an Betriebs- und Personalräte, Arbeitgeberbeauftragte, VdK-Obleute und alle anderen Interessierten. Erneut konnte der Sozialverband VdK Baden-Württemberg für das Schulungsprogramm im Theodor-Heuss-Saal des Konzert- und Kongresszentrums wieder hochkarätige Referenten von Nah und Fern verpflichten.

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Impressionen 2012 Es referieren: Detlef Hollmann, Senior Project Manager, Bertelsmann Stiftung, Gütersloh, Nils Bolwig, IG Metall Vorstand, FB Arbeitsgestaltung und Qualifizierungspolitik (AQ), Ressort Arbeitsgestaltung und Gesundheitsschutz (AQA), Frankfurt am Main, Dr. rer. pol. Bernd Bitzer, Organisationsberater und Autor, Ritterhude, Dr. Anne Katrin Matyssek, Diplom-Psychologin und Autorin, Köln. Ausstellung für alle: Schon seit 2009 erhalten alle interessierten Bürger die Gelegenheit zur Besichtigung der begleitenden Ausstellung im Foyer. Ohne Anmeldung und ohne Tagungsteilnahme besteht die Möglichkeit, kostenlos die Ausstellungsstände zu besichtigen, sich zu informieren und beraten zu lassen. Hier finden Sie das Verzeichnis der Aussteller mit zusätzlichen Informationen Die renommierte VdK-Veranstaltung erhielt erneut eine Zertifizierung durch die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung. Sie erkennt das Seminar mit sieben Stunden für die CDMP-Weiterbildung an.

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11. Landesweite VdK-Schulung für Behindertenvertreter, Betriebs- und Personalräte Ab 8.30 Uhr Einlass, Anmeldung, Begrüßungskaffee & Beginn der Ausstellung im Foyer (Ausstellungsende: 14.30 Uhr) 9.45 Uhr Beginn des Seminars Begrüßung Hans-Josef Hotz, Sozialverband VdK BadenWürttemberg e. V., Landesverbandsgeschäftsführer 10.00 - 11.00 Uhr Belegschaften altern, Facharbeiter fehlen, Mitarbeiter leiden – Hilft da ein Betriebliches Gesundheitsmanagement? Detlef Hollmann, Senior Project Manager, Bertelsmann Stiftung, Gütersloh Hier finden Sie die Präsentation Etwaige Fragen zu diesem Referat können an den Referenten unter der E-Mail-Adresse detlef.hollmann@bertelsmann-stiftung.de gerichtet werden. 11.00 - 12.00 Uhr Der Weg zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement – Meilensteine gemeinsam festlegen. Reformansätze des SGB IX aus Sicht der betrieblichen Interessenvertretungen. Nils Bolwig, IG Metall Vorstand, FB Arbeitsgestaltung und Qualifizierungspolitik (AQ), Ressort Arbeitsgestaltung und Gesundheitsschutz (AQA), Frankfurt a.M. Hier finden Sie die Präsentation Etwaige Fragen zu diesem Referat können an den Referenten unter der E-Mail-Adresse nils.bolwig@igmetall.de gerichtet werden.

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„Wertschätzung im Arbeitsleben: Gute Führung – gesunde Mitarbeiter – ist das möglich?“ 3. Juli 2013 in der Harmonie Heilbronn. Moderation der Veranstaltung Ronald Weinschenk, Sozialverband VdK Baden-Württemberg e. V. Landesobmann der Schwerbehinderten-Vertrauenspersonen 12.00 - 13.30 Uhr Mittagspause / gemeinsames Mittagessen / Besuch der Ausstellung 13.30 - 14.25 Uhr Kommunikation macht gesund. Das Rückkehrgespräch als Basis für das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM). Dr. rer. pol. Bernd Bitzer, Organisationsberater und Autor, Ritterhude Hier finden Sie die Präsentation Etwaige Fragen zu diesem Referat können an den Referenten unter der E-Mail-Adresse kontakt@inpexconsult.de gerichtet werden. 14.25 - 15.25 Uhr Die seelische Gesundheit in der Arbeitswelt ist gefährdet. Handlungsansätze zum Gegensteuern. Dr. Anne Katrin Matyssek, Diplom-Psychologin und Autorin, Köln Hier finden Sie die Präsentation Etwaige Fragen zu diesem Referat können an die Referentin unter der E-Mail-Adresse info@do-care.de gerichtet werden. 15.25 Uhr Schlusswort von Moderator Ronald Weinschenk 15.30 Uhr Ende der Schulung

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Die Staatstheater Stuttgart engagieren sich vorbildlich für ihre Mitarbeiter Der Kommunalverband für Jugend und Soziales BadenWürttemberg (KVJS) hat die Staatstheater Stuttgart für ihr vorbildliches Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) ausgezeichnet. Martina Lutz Johannes Egerer Mit der Gründung eines Sozialreferates im Jahr 2009 haben die Staatstheater Stuttgart einen besonders erfolgreichen Weg eingeschlagen. Die beiden Sozialreferenten Martina Lutz und Johannes Egerer sind ausgebildete Disability Manager. Sie sind im weltgrößten Drei-Sparten-Haus Ansprechpartner für rund 1.300 Mitarbeiter aus über 50 Nationen. Neben den Künstlern beschäftigen die Staatstheater z.B. auch Handwerker, Techniker, Architekten oder Kunstgewerbler. Seit 2009 kümmern sich die beiden um die innerbetriebliche Gesundheitsvorsorge und das Betriebliche Eingliederungsmanagement. Letzteres soll Mitarbeitern bei längerer oder häufiger Erkrankung - ab sechs Wochen im Jahr - die Rückkehr an den Arbeitsplatz erleichtern. Für Betroffene ist die Teilnahme am Verfahren freiwillig. Martina Lutz und Johannes Egerer sprechen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die entsprechende Krankheitstage aufweisen, mit einem individuellen, persönlichen Schreiben an. Bei Interesse stehen die Sozialreferenten dann für ein ausführliches Gespräch zur

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Marc-Oliver Hendriks, Geschäftsführender Intendant für die Mitarbeiter im Zentralbereich der Staatstheater Stuttgart Pdf-Datei „Führungsgrundsätze“ Verfügung. Wichtig ist während des gesamten Verfahrens die Vertraulichkeit und die Selbstbestimmung der Erkrankten. Lutz und Egerer leisten praktische Hilfe. Sie helfen bei Reha-Anträgen, kooperieren mit Fachberatungsstellen oder begleiten Kollegen und Kolleginnen mit Sprachproblemen zum Arzt. Besonderes Augenmerk gilt der Prävention. So wurden beispielsweise ergonomische Stühle und Stehhilfen angeschafft. Angebote wie Pilates, Yoga und Qi Gong stehen ebenso zur Verfügung wie Schulungen in Konfliktmanagement. Mit BEM können Arbeitsverhältnisse dauerhaft gesichert werden. An den Staatstheatern Stuttgart waren im Jahr 2010 von 28 Verfahren 26 erfolgreich, im Jahr 2011 waren es 21 von 22 Verfahren. Das heißt: Kündigungen oder vorzeitige Ruhestände konnten vermieden, Ausfallzeiten und Krankheitskosten verringert und die Mitarbeitermotivation erhöht werden. Marc-Oliver Hendriks, Geschäftsführender Intendant der Staatstheater Stuttgart, hat die ganze Entwicklung einer gesunden Führung im Rahmen eines Personalentwicklungsprojektes erst möglich gemacht. Für ihn gilt: „Die MitarbeiterInnen sind das kostbarste Gut, das wir haben.“

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© VdK, U. Rist Soziale Spaltung stoppen – Armut jetzt bekämpfen! Armut darf nicht zur Normalität werden. Die Bekämpfung der Armut in allen Altersgruppen muss an erster Stelle stehen. Rente muss zum Leben reichen.Altersarmut muss bekämpft werden. Pflege muss menschenwürdig sein. Wer pfle- gebedürftig ist, muss sich auf die gesetzliche Pflegeversicherung verlassen können. Gesundheit muss für alle bezahlbar sein. Der Teufelskreis „Krankheit macht arm“ und „Armut macht krank“ muss gestoppt werden. Behinderung darf niemanden ausgrenzen. Inklusion muss endlich in Schule, Beruf und Alltag gelebt werden. Hier geht es zu den einzelnen Forderungen www.vdk.de

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Forderungen des VdK zum Thema Behinderung Behinderung gehört zur Vielfalt des Lebens. Teilhabe und Selbstbestimmung müssen deshalb für Menschen mit Behinderung selbstverständlich werden. Die UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet Deutschland, das gleichberechtigte Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung als politischen Auftrag ernst zu nehmen. Deshalb fordert der Sozialverband VdK: Bund, Länder und Kommunen müssen sich verbindliche Ziele und zeitnahe Fristen setzen, um die UN-Behindertenrechtskonvention überall im Land Realität werden zu lassen. Teilhabe ist ein Menschenrecht und kein Haushaltsposten. Deshalb dürfen die geplanten Verbesserungen nicht unter Finanzierungsvorbehalt stehen. Das Recht auf den Besuch der Regelschule muss für alle Kinder gelten, ob mit oder ohne Behinderung. Es muss mehr Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten am ersten Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung geben. 30.000 Betriebe beschäftigen keinen einzigen Schwerbehinderten. Wer sich der Beschäftigungspflicht für Schwerbehinderte komplett entzieht, soll eine erhöhte Ausgleichsabgabe zahlen. Barrierefreiheit muss in allen öffentlich zugänglichen Bereichen und bei Arbeitsstätten realisiert werden. Dies gilt insbesondere für Bahnhöfe und Züge, Krankenhäuser, Arztpraxen und im Wohnungsbau. Es muss ein Leistungsgesetz geschaffen werden, das die derzeitige Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung ablöst und einheitliche Leistungen unabhängig vom Vermögen und Einkommen der Betroffenen gewährt.

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Deutsche geben Wahllokalen bei Barrierefreiheit schlechte Noten Aktion Mensch-Umfrage: Nur 10 Prozent halten Wahllokal für barrierefrei Zum Protesttag am 5. Mai fordern Aktivisten Recht auf politische Teilhabe von Menschen mit Behinderung Menschen mit Behinderung demonstrierten in Berlin für barrierefreies Wählen und mehr politische Teilhabe. Die Aktion fand zum 5. Mai, dem Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, statt. Aus Sicht vieler Deutscher weisen die Wahllokale im Jahr der Bundestagswahl zahlreiche Hürden für Menschen mit und ohne Behinderung auf. Das ergab eine repräsentative Umfrage der Aktion Mensch. Nur rund 10 Prozent der Befragten, die regelmäßig ins Wahllokal „Auch im Wahljahr 2013 verhindern gehen, gaben an, zahlreiche Hürden, dass Menschen mit dass dieses barBehinderung zur Wahl gehen oder akrierefrei sei. Am tiv an politischen Prozessen teilhaben.“ häufigsten wurden von den Befragten fehlende Behindertentoiletten (37 Prozent), fehlende Sitzgelegenheiten zum Ausruhen für ältere Menschen oder Men-

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Foto: Jörg Carstensen/Aktion Mensch schen mit Behinderung (34 Prozent) sowie der erschwerte Zugang zum Wahllokal aufgrund von Treppenstufen (31 Prozent) genannt. „Auch im Wahljahr 2013 verhindern zahlreiche Hürden, dass Menschen mit Behinderung zur Wahl gehen oder aktiv an politischen Prozessen teilhaben. Dabei zeigt unsere Umfrage ganz deutlich, dass sie sich politisch engagieren und informieren wollen“, sagt Aktion Mensch-Vorstand Armin v. Buttlar. Rund 95 Prozent der Befragten mit Behinderung gaben an, regelmäßig an Wahlen teilzunehmen. Die zahlreichen Barrieren im Wahllokal haben jedoch Auswirkungen: Während 73 Prozent der Menschen ohne Behinderung regelmäßig ihre Stimme im Wahllokal abgeben, sind es bei den Menschen mit Behinderung lediglich 58 Prozent. Europäischer Protesttag 5. Mai: Recht auf politische Partizipation eingefordert Die Aktion Mensch führte die Umfrage anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai durch. Dass Menschen mit Behinderung sich politisch beteiligen, war eines der zentralen Anliegen des diesjährigen Protesttages. Zahlreiche Aktivisten forderten mit rund 550 Aktionen bundesweit dazu auf, Hürden bei der politischen Teilhabe von Menschen mit Behinderung abzubauen.

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Barrierefreiheit bei der Wahl und während der Wahlperiode Barrierefreiheit bedeutet, dass Menschen zum Beispiel die Teilnahme an der Wahl erleichtert wird, indem Hürden beseitigt werden. Hürden können beim Zugang zum Wahllokal bestehen, wenn keine Rampen für Rollstuhlfahrer vorhanden sind. Die Wahlunterlagen selbst sind zudem für viele nicht nutzbar: Menschen mit Lern- oder Leseschwierigkeiten benötigen Wahlunterlagen in Leichter Sprache, für Blinde oder Menschen mit Sehbehinderung müssen Wahlschablonen zur Verfügung gestellt werden. Wahlhelfer können Menschen mit Behinderung bei der Wahl vor Ort unterstützen und zum Beispiel in der Wahlkabine assistieren oder die Unterlagen erklären. Oftmals scheitert die politische Teilhabe von Menschen mit Behinderung aber bereits im Vorfeld an fehlenden oder nicht verständlichen Informationen zu Parteien, Programmen und politischen Debatten: Es bedarf der nötigen

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Informationen in Braille-Schrift, Leichter Sprache und Gebärdensprache, damit Menschen mit Behinderung ihr Recht auf politische Partizipation wahrnehmen können. Über die Umfrage Die Aktion Mensch hat gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Innofact AG insgesamt 1.049 Personen zwischen 18 und 65 Jahren in ganz Deutschland befragt. Die Personen wurden bevölkerungsrepräsentativ nach Alter und Geschlecht bundesweit befragt. 9,3 Prozent der Befragten haben eine Behinderung. Das liegt etwas unter der Quote für Gesamtdeutschland (2009: 11,7 Prozent. Quelle: Statistisches Bundesamt). Die unabhängige Online-Befragung wurde Anfang April 2013 durchgeführt. Abgefragt wurde die regelmäßige Teilnahme an Wahlen (im Wahllokal oder per Briefwahl). Personen, die nicht regelmäßig wählen gehen (n = 76), wurden nach ihren Gründen dafür befragt. Personen, die regelmäßig wählen gehen, wurden nach ihren Gründen für die Briefwahl (n = 226) oder nach der Barrierefreiheit des eigenen Wahllokals (n = 747) befragt.

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08 16 Interview mit Nina Ruge: Damit alle in unserer Mit der Botschaft „Alles wird gut“ verabschiedete sich Nina Ruge zehn Jahre lang von den Zuschauern der täglichen ZDF-Sendung „Leute heute“. Derzeit ist die Moderatorin und Journalistin als Botschafterin des Themenjahres der Antidiskriminierungsstelle des Bundes „Selbstbestimmt dabei. Immer.“ unterwegs. Sie engagiert sich dafür, dass Menschen mit Behinderung ganz selbstverständlich dabei sein können. Ruge: Es tut sich richtig was. Auf allen Ebenen der Politik wird endlich begonnen, die UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen. Barrierefreiheit ist ein Riesenthema in Bund, Ländern und Kommunen. Mein Tipp: Wir müssen uns noch stärker von diesem Thema faszinieren lassen. Es wird zu wenig berichtet – und viel zu wenig medial vorgelebt, wie entspannte Inklusion gelingen kann. VdK-Zeitung: Wo hakt es Ihrer Meinung nach noch? Ruge: Es gibt noch zu viele Barrieren in den Köpfen von Menschen ohne Behinderung. Wo sind in unserem Alltag Rolli-Fahrer, Blinde, Menschen mit geistiger Behinderung „einfach so“ dabei? Wahnsinnig selten. Und da beginnt’s ja. Fast jeder von uns kennt Menschen mit Behinderung. Mehr ... Ruge: Es gibt noch zu viele Barrieren in den Köpfen von Menschen ohne Behinderung. Wo sind in unserem Alltag Rolli-Fahrer, Blinde, Menschen mit geistiger Behinderung "einfach so" dabei? Wahnsinnig selten. Und da beginnt’s ja. Fast jeder von uns kennt Menschen mit Behinderung. Fragen Sie nach, laden Sie ein, drücken Sie aufs Tempo: Wenn wir eine von innen heraus funktionierende Gesellschaft wollen, dann sind bitte alle dabei. Selbstbestimmt und immer. VdK-Zeitung: Warum tun wir uns oft so schwer, Behinderung als Normalität zu akzeptieren? Ruge: Wo sollen wir das denn lernen? In meiner Schulzeit hatte ich nichts mit Schülern, die mit einem Handicap lebten, zu tun, genauso wenig im Studium. Mich völlig entspannt zu fühlen in der Gegenwart von Menschen, die anders sind als ich, das habe ich erst als Schirmherrin des Netzwerkes von und für Frauen mit Behinderung in Bayern gelernt. Und so wie mir geht es Millionen Menschen in unserem Land. VdK-Zeitung: Hat sich durch Ihr Engagement für das Netzwerk Ihre Einstellung gegenüber Menschen mit Behinderung geändert? Ruge: Und wie. Mir sind die Augen aufgegangen und die Gefühle dazu. Die tollen Frauen des Netzwerks haben mir gezeigt, wie Menschen mit Behinderung wahrgenommen werden wollen: als Menschen mit besonderen Fähigkeiten und Begabungen. VdK-Zeitung: Worauf sind Sie als Schirmherrin des Netzwerks besonders stolz? Ruge: Das Netzwerk ist zu einer echten Institution geworden. Es ist für Frauen mit Behinderung eine wichtige und bekannte Anlaufstelle. Die Netzwerk-Frauen wurden mit Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit der Sozialmedaille des Freistaats Bayern. Doch das Wichtigste: Sie haben unendlich vielen Frauen mit Behinderung den Weg in eine neue Selbstständigkeit gewiesen und ein starkes Selbstbewusstsein vermittelt. VdK-Zeitung: Was möchten Sie als Botschafterin des Themenjahres "Selbstbestimmt dabei. Immer." erreichen? Ruge: Ich setze mich dafür ein, dass Millionen Menschen in Deutschland aufwachen, sich engagieren und möglich machen: "Selbstbestimmt dabei. Immer."

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„Alles wird gut“ – Gilt das auch für die Inklusion von Menschen mit Behinderung in unserer Gesellschaft? Nina Ruge Gesellschaft dabei sind Jetzt Mitglied weden und regelmäßig die VdK Zeitung erhalten!

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Links VdK Baden-Württemberg VdK Sozialrechtsschutz Unsere Referenten unterstützen Sie bei den Sozial- und Verwaltungsbehörden, stellen Anträge, legen für Sie Widerspruch ein, wenn Rechte verwehrt werden, und vertreten Sie vor Sozialgerichten in allen Instanzen. Für den Inhalt der folgenden gelinkten Seiten ist der VdK Baden-Württemberg nicht verantwortlich. Insbesondere macht er sich den Inhalt dieser Seiten nicht zu eigen. Betriebliches Gesundheits-/Eingliederungsmanagement Betriebliches Eingliederungs-Management in Baden-Württemberg Initiative Gesundheit und Arbeit Bundesministerium für Arbeit und Soziales Deutsche Rentenversicherung Integrationsämter

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Links aus den Beiträgen dieser Ausgabe: • • • • • • • • • Bertelsmann-Stiftung INPEX Consult IG Metall do care! - Gesund Führen Statistisches Bundesamt Statistisches Landesamt Baden-Württemberg Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) Initiative Neue Qualität der Arbeit Aktion Mensch Barrierefreies Reisen • VdK-Reisen

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Gerichtsentscheidungen Schwerbehindertenrecht - Anspruch auf kostenlose Wertmarke zur unentgeltlichen Beförderung im öffentlichen Personenverkehr - Bezug von Kraftfahrzeughilfe Bundessozialgericht, Urteil vom 25.10.2012, B 9 SB 1/12 R Schwerbehinderte Menschen, die die gesundheitlichen Voraussetzungen für eine unentgeltliche Beförderung im öffentlichen Personenverkehr erfüllen und Kraftfahrzeughilfe als laufende Leistung nach § 27d BVG erhalten, haben keinen Anspruch auf Ausgabe einer kostenlosen Wertmarke (Fortführung von BSG vom 6.10.2011 - B 9 SB 6/10 R = SozR 4-3250 § 145 Nr 3). Vollständige Entscheidung

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Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz - Diskriminierung eines Bewerbers - schwerbehinderter Mensch öffentlicher Dienst Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 24.1.2013, 8 AZR 188/12 Aus der Begründung: ……. Die Indizwirkung des Verfahrensfehlers wird auch nicht dadurch aufgehoben, dass die Beklagte bei der Vorabauswahl die Schwerbehindertenvertretung beteiligt hat. Auch insoweit ist die Beklagte als Arbeitgeber ihrer Pflicht, die Schwerbehindertenvertretung bei der Bewerbung von Schwerbehinderten umfassend zu beteiligen, zwar nachgekommen, § 81 Abs. 1 Satz 4 bis Satz 9, § 95 Abs. 2 Satz 1 und Satz 3 SGB IX. § 82 SGB IX ist jedoch zwingendes Gesetzesrecht und auch gegenüber einer Vereinbarung mit der Schwerbehindertenvertretung nicht dispositiv. Anders als bei einer Integrationsvereinbarung, § 83 SGB IX, besteht insoweit keine Vereinbarungsbefugnis von Arbeitgeber und Schwerbehindertenvertretung. Für den Gesetzesverstoß ist es aber unerheblich, wenn sich der Arbeitgeber im Übrigen gesetzeskonform verhalten hat, zB die gesetzlich vorgesehene Mindestbeschäftigungsquote schwerbehinderter Arbeitnehmer eingehalten hat (vgl. BAG 17. August 2010 - 9 AZR 839/08 - AP AGG § 15 Nr. 4 = EzA SGB IX § 81 Nr. 21). Ein Fall des § 81 Abs. 1 Satz 7 bis Satz 9 SGB IX liegt nicht vor. Vollständige Entscheidung

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Nicht verpassen! Der Sozialverband VdK bietet vom 17.11. bis 22.11.2013 im Hotel-Gasthof-Krone in 97996 Niederstetten wieder ein Seminar speziell für die Vertrauenspersonen der Schwerbehinderten-Vertretungen und deren Stellvertreter, Betriebs- und Personalräte, Mitarbeitervertretungen, Betriebsärzte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Arbeitgeberbeauftragte, Mitarbeiter/innen und Berater/innen aus sozialen Bereichen, öffentlichen Verwaltungen und Institutionen und Disability-Manager/innen an. Thema: „Mitarbeiter krank - was tun!?“ Mit dem § 84 SGB IX Prävention wurde für die Arbeit der Vertrauenspersonen und deren Stellvertreter, dem Betriebsbzw. Personalrat, der Mitarbeitervertretung usw. sowie dem Beauftragten des Arbeitgebers, dem Betriebsarzt, den Fachkräften für Arbeitssicherheit, den Rehabilitationsträgern ein Paradigmenwechsel in der Ausrichtung der Tätigkeiten weg von der Fürsorge, hin zur Teilhabe am Beruf und in der Gesellschaft, vollzogen. Durch den erweiterten Präventionsauftrag müssen sich die Interessenvertretungen für die geänderten Möglichkeiten zum „Eingliederungs- und Gesundheitsexperten“ weiterbilden und qualifizieren. Diese Chancen sollten die Interessenvertreter in den Betrieben und Behörden nutzen. Die Kolleginnen und Kollegen in den Interessenvertretungen von heute müssen über ein fundiertes Fachwissen und umfangreiche Kenntnisse über rechtliche und sozialrechtliche Grundlagen verfügen, ebenso sollten Fingerspitzengefühl, Verhandlungsgeschick und Organisationstalent vorhanden sein. Dies sind die Grundvoraussetzungen, dass eine gute Arbeit für die Ronald Weinschenk, VdK-Landesobmann der Schwerbehinderten-Vertrauenspersonen Nicht verpassen! ie se W era ir n bi st tt al en tu um ng m Ih u r ss V er le st ide änd r ni en s. tf al le n Thema: „Mitarbeiter krank - was tun!?“ Mit dem § 84 SGB IX Prävention wurde für die Arbeit der Vertrauenspersonen und deren Stellvertreter, dem Betriebsbzw. Personalrat, der Mitarbeitervertretung usw. sowie dem Beauftragten des Arbeitgebers, dem Betriebsarzt, den Fachkräften für Arbeitssicherheit, den Rehabilitationsträgern ein Paradigmenwechsel in der Ausrichtung der Tätigkeiten weg von der Fürsorge, hin zur Teilhabe am Beruf und in der Gesellschaft, vollzogen. Durch den erweiterten Präventionsauftrag müssen sich die Interessenvertretungen für die geänderten Möglichkeiten zum „Eingliederungs- und Gesundheitsexperten“ weiterbilden und qualifizieren. Diese Chancen sollten die Interessenvertreter in den Betrieben und Behörden nutzen. Die Kolleginnen und Kollegen in den Interessenvertretungen von heute müssen über ein fundiertes Fachwissen und umfangreiche Kenntnisse über rechtliche und sozialrechtliche Grundlagen verfügen, ebenso sollten Fingerspitzengefühl, Verhandlungsgeschick und Organisationstalent vorhanden sein. Dies sind die Grundvoraussetzungen, dass eine gute Arbeit für die Ronald Weinschenk, VdK-Landesobmann der Schwerbehinderten-Vertrauenspersonen Der Sozialverband VdK bietet vom 17.11. bis 22.11.2013 im Hotel-Gasthof-Krone in 97996 Niederstetten wieder ein Seminar speziell für die Vertrauenspersonen der Schwerbehinderten-Vertretungen und deren Stellvertreter, Betriebs- und Personalräte, Mitarbeitervertretungen, Betriebsärzte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Arbeitgeberbeauftragte, Mitarbeiter/innen und Berater/innen aus sozialen Bereichen, öffentlichen Verwaltungen und Institutionen und Disability-Manager/innen an.

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Hier online anmelden Hier geht´s zum Veranstaltungsflyer Interessen der kranken und behinderten Menschen umgesetzt werden kann. Das Seminar vermittelt die gesetzlichen Grundlagen und Anforderungen zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement. Es behandelt die Zusammensetzung, Aufgaben und Rollen des Integrations- bzw. BEM-Teams sowie die Regelung seiner Kompetenzen. Der BEM-Prozess wird anhand von sechs Stufen praxisnah vermittelt. Darüber hinaus werden Kooperationen mit den Rehabilitationsträgern vorgestellt und eine Muster-Betriebsvereinbarung besprochen. Grundsatz: Prävention vor Reha vor Rente • frühzeitige und objektive Beratung der Mitarbeiter • qualitative Sicherstellung des eigenen Tuns durch regelmäßige Schulungen • Vertrauen der Mitarbeiter gewinnen • Kenntnisse des „Gesundheitsmarktes“, Bedeutung der Prävention • Durchsetzungsvermögen, Umsetzung der Rehabilitation und Integration • „Wissen bedeutet, gefragt werden“ Ziel des Seminars ist aufzuzeigen, wie Betriebliches Eingliederungsmanagement für kranke Beschäftigte intelligent mit der Betrieblichen Gesundheitsförderung und dem Arbeits- und Gesundheitsschutz verknüpft werden kann. So zeigt die Praxis, dass eine transparente Vorgehensweise angewandt werden sollte, um das Vertrauen der kranken Beschäftigten zu gewinnen. Auf die Einbindung in das Betriebliche Gesundheitsmanagement (falls vorhanden) oder in die organisatorischen Strukturen des Betriebes bzw. der Behörde wird eingegangen. Anerkannte Fortbildungsveranstaltung für Disability-Manager. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung wird die Teilnahme am VdK-Seminar 20 Stunden für die CDMP-Fortbildung (Certified Disability Management Professional) anerkennen.

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