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direkt Arbeitsplatz der Zukunft 04 Die digitale Arbeitswelt steht (noch) nicht jedem offen Mehr ... 08 Interview mit Roger Hahn, Vorsitzender der AGSV Baden-Württemberg Mehr ... 18 12. Landesweite VdK-Schulung in Heilbronn Mehr ... 22 Der Druck wächst – psychische Krankheiten am Arbeitsplatz Mehr ... 24 Kreuzfahrten im Trend - Barrierefreiheit? Mehr ...

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freundlicher Unterstützung von: Impressum Herausgeber: Sozialverband VdK Landesverband Baden-Württemberg e.V. Johannesstraße 22 70176 Stuttgart Herstellung: Verlagsgesellschaft W.E. Weinmann e.K. Karl-Benz-Straße 19 70794 Filderstadt Fotos: fotolia Andreas Brueckelmair Bundesagentur für Arbeit Videos: VdK TV Das gute Gefühl, Teil einer immer größeren Familie zu sein. Mittlerweile über 3,9 Millionen Menschen machen die AOK Baden-Württemberg zu einer starken und weiter wachsenden Gemeinschaft, in der jeder Einzelne sich bestens aufgehoben fühlt: Weil wir als größte Krankenversicherung im Land umfassende Gesundheit, spürbare Sicherheit und gelebte Nähe bieten. Mehr dazu auf aok-bw.de ZGH 0031/17 · 06/14 · Foto: Corbis AOK Baden-Württemberg

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Editorial Liebe Leserin, lieber Leser, Arbeitsplatz 2020 Perspektive und Chance für Menschen mit Behinderung Liebe Leserinnen und Leser, dass Arbeitgeber ihren Mitarbeitern mehr bieten müssen als ein angemessenes Gehalt, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Und zweifellos wird der Wettbewerb um gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angesichts der demographischen Entwicklung erheblich zunehmen. Diese zeigt nur zu deutlich, dass bis zum Jahr 2025 immer mehr Menschen immer länger im Arbeitsprozess stehen werden, da der Anteil der Kinder und Jugendlichen von heute 15,6 Millionen auf 12,9 Millionen, die Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter von 43,9 Millionen auf 38,1 Millionen zurückgehen wird. Mehr ... Joachim Steck Landesobmann der Schwerbehinderten- Vertrauensleute VdK Landesverband Baden-Württemberg Im Gegenzug wird die Erwerbstätigenquote der 55- bis 64-Jährigen von derzeit 51,9 Millionen auf 61,8 Millionen Menschen bis in das Jahr 2025 anwachsen. Darüber hinaus werden die täglichen Herausforderungen auch ihren gesundheitlichen Tribut verlangen.Ein Schlüsselfaktor, um kluge Köpfe langfristig an das Unternehmen zu binden, sind neben interessanten Karrierechancen und Perspektiven die Bereitschaft und das Know-how, Mitarbeiter bis ins hohe Alter oder nach Krankheit oder Unfall im Unternehmen zu halten. Daneben sehe ich es als wichtig an, die Bereitschaft von Menschen mit Behinderungen zur Leistung aktiv in das Erwerbsleben einzubeziehen. Aktuell leben in Deutschland 9,6 Millionen (11,6 Prozent) Personen mit einer anerkannten Behinderung. 7,3 Millionen sind schwerbehindert, das heißt, sie haben einen Grad der Behinderung von wenigstens 50. Leichtbehindert sind demnach 2,3 Millionen Menschen. Allein in Baden-Württemberg leben ca. 1 Million Menschen mit anerkannter Schwerbehinderung. Im Durchschnitt sind dies 10 Prozent der Einwohner. Somit war fast jeder zehnte baden-württembergische Bürger im Besitz eines gültigen Schwerbehindertenausweises.Bundesweit sind rund drei Millionen Menschen mit Behinderungen im erwerbsfähigen Alter und somit wichtige Arbeits- und Fachkräfte, die ihre Begabungen und Fähigkeiten einbringen können, um so die Folgen des demographischen Wandels für den Arbeitsmarkt abzufedern.Um das Potential kranker, behinderter, schwerbehinderter und älterer Mitarbeiter effektiv zu nutzen, ist neben dem barrierefreien Arbeitsumfeld auch die beiderseitige Bereitschaft zu angepassten Aufgabenstellungen unerlässlich. Die Ängste und Vorbehalte, die behinderten Menschen im Arbeitsleben noch entgegengehalten werden, können durch Beratung über die bestehenden Fördermöglichkeiten abgebaut werden. Der Gesetzgeber hat neben finanziellen Leistungen der Ausbildungsvergütung, der Eingliederungs- und Lohnkostenzuschüsse auch Förderinstrumente und Maßnahmen wie Förderung der Ausstattung der Ausbildungs- und Arbeitsplätze sowie Probebeschäftigungen vorgesehen, um Arbeitgeber zu ermutigen, schwerbehinderte Menschen in ihren Unternehmen zu beschäftigen.Die Integration von behinderten Menschen ist ein gesamtgesellschaftliches Ziel und eine unternehmerische Aufgabe, die nicht nur zusätzliche Fachkräftepotentiale ausschöpft, sondern auch langfristig dazu beiträgt, dass das Miteinander auch in der Arbeitswelt Normalität wird..

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Die digitale Arbeitswelt steh Immer mehr Service- und Dienstleistungen sind nur noch „online“ möglich. Auch der Arbeitsalltag wird von digitalen Anwendungen bestimmt. Menschen mit Behinderungen oder auch Ältere stoßen dabei auf Hürden. Das Projekt „Digital informiert - im Job integriert“ (Di-Ji) will diese verringern. Wer Barrieren im Netz, bei Computerprogrammen oder Automaten entdeckt, kann sich an eine Meldestelle wenden. Der Sozialverband VdK Deutschland e.V. ist Projektpartner. Für viele ist die digitale Welt schon selbstverständlich: Wir informieren uns jeden Tag aktuell im Internet über das Wetter oder Zugverspätungen, suchen nach Jobs, erledigen virtuell Behördengänge oder buchen den nächsten Urlaub. Wir arbeiten am PC, und nach Feierabend geht‘s noch schnell am Bankautomaten vorbei. Wir? Nein, leider können immer noch viele Menschen diese Möglichkeiten nicht nutzen. Dabei sind diese nicht nur oft bequem, sondern manchmal auch ohne Alternative. Für Menschen mit Behinderungen oder auch Ältere ist das ein großes Problem – vor allem auch, wenn es um berufsrelevante Angebote geht. „Der Zugang zu elektronischen Medien ist in der modernen Informationsgesellschaft für uns alle besonders wichtig, und Barrieren führen gerade im Berufsleben zu einer Ausgrenzung von Menschen mit Behinderungen“, stellt Prof. Dr. Christian Bühler, der Leiter des Projektes Di-Ji, heraus. Er erläutert, dass sich die Chancen von Menschen mit Behinde-

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t (noch) nicht jedem offen rungen am Arbeitsmarkt deutlich verschlechtern, wenn sie moderne Informationsmittel nicht nutzen können. Digitale Barrieren sind unterschiedlich Die digitalen Hürden sind unterschiedlich. Beispiel Internet: Wer sehbehindert ist, kommt bei einigen Sicherheitsabfragen, bei denen er in einem schwer lesbaren Bild Worte oder Ziffern erkennen muss, nicht weiter. Sehbehinderte können diese Zeichen nicht sehen und die Anwendung nicht fortsetzen. Für Blinde, die beim Surfen ein Hilfsmittel nutzen, das ihnen die Bildschirminhalte vorliest, fehlen häufig Texte, die vorhandene Bilder beschreiben. Auch gehörlose Menschen sind betroffen, wenn es zum Beispiel um Videos ohne Untertitel

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„Es ist dringend notwendig, dass in den Betrieben vorhandene Barrieren in der Informationstechnik wahrgenommen, beseitigt und zukünftig vermieden werden.“ Prof. Dr. Christian Bühler oder Gebärdensprache geht. Für Menschen mit motorischen Schwierigkeiten muss eine Webseite etwa auch mit der Tastatur bedienbar sein. Di-Ji arbeitet auf unterschiedlichen Wegen daran, digitale Hürden abzubauen. Im Fokus stehen dabei Barrieren im modernen Berufsleben. „Die Nutzung von E-Mail und Internetplattformen, der firmeninterne Austausch im Intranet oder der Einsatz berufsbezogener Software gehören heute vielfach dazu“, so Prof. Bühler. Im Sinne der Teilhabe sollte aber nicht nur die digitale Ausstattung am Arbeitsplatz barrierefrei sein, sondern bereits die Suche nach einer Arbeitsstelle im Netz, die Ausbildung oder auch die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit. Benutzer können Barrieren melden „Es ist dringend notwendig, dass in den Betrieben vorhandene Barrieren in der Informationstechnik wahrgenommen, beseitigt und zukünftig vermieden werden“, betont Prof. Bühler. Unter anderem macht Di-Ji Anbieter von Internetangeboten, Computerprogrammen oder interaktiven Computeranlagen (Infoterminals) auf Hürden aufmerksam und sucht gemeinsam mit ihnen nach einer Lösung. Um möglichst viele Barrieren aufzudecken, ist die Meldestelle für digitale Barrieren Teil des Projekts. Hier kann, wer auf Barrieren stößt, diese melden. Die Mitarbeiter nehmen dann mit den Anbietern Kontakt auf und suchen nach einer Lösung.

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Melden Sie digitale Barrieren unter der Telefonnummer 0211 31006-38, der Faxnummer 0211 31006-48, per E-Mail unter meldestelle@di-ji.de oder über das Meldeformular auf der Webseite www.meldestelle.di-ji.de/r/melden Mehr Infos Bundesbehörden wie Ministerien oder auch kommunale Einrichtungen in einigen Bundesländern sind durch verschiedene Gesetze und Verordnungen bereits zu digitaler Barrierefreiheit verpflichtet. Wichtig ist aber auch, dass private Unternehmen ihre Angebote in Zukunft barrierefrei gestalten. Doch die Erfahrung der Mitarbeiter der Meldestelle zeigt: Wenn es darum geht, Hindernisse zu beseitigen, führen manche – neben gestalterischen Argumenten – Kostengründe ins Feld. „Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass eine Überarbeitung eines existierenden Angebots Geld kostet“, unterstreicht der Leiter Meldestelle, Dr. Christian Radek. „Man darf aber nicht unterschlagen, dass die barrierefreie Gestaltung einer neuen Webseite nicht teurer ist als die Gestaltung einer nicht-barrierefreien Seite.“ Schauen Sie doch auch einmal auf die Internetpräsenzen Ihrer Abgeordneten und teilen Sie der Meldestelle mit, ob der Zugang für Menschen mit Behinderungen möglich ist: Informieren Sie Ihre Abgeordneten barrierefrei? Die Meldestelle für digitale Barrieren freut sich auf Ihre Rückmeldungen! VdK / Stefanie Helsper

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Interview mit Roger Hahn Roger Hahn, Alter: 50 Jahre Beruf: Diplom-Verwaltungswirt Funktionen: Vertrauensperson für Menschen mit Behinderungen beim Regierungspräsidium Stuttgart, Hauptvertrauensperson der schwerbehinderten Menschen beim Innenministerium Baden-Württemberg, Obmann und 2. Vorsitzender beim Sozialverband VdK-OV Sindelfingen Hobbys: Fotografie, Kunst, Literatur Redaktion: Herr Hahn, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben und heute zu uns gekommen sind. Als Rollstuhlfahrer ist es ja nicht immer leicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Wie war es heute? R. Hahn: Erst einmal vielen Dank für die Einladung. Es ist nicht immer leicht mit den Öffentlichen, vor allem, seit die neue S-Bahn-Serie am Start ist. Diese hat einen deutlich höheren Ein- bzw. Ausstieg als die alte und ist daher nicht mehr barrierefrei. So was nennt man Verschlimmbesserung und man fragt sich, wie so ein Zug überhaupt genehmigt werden konnte. Redaktion: Herr Hahn, Sie setzen sich ja jetzt schon seit geraumer Zeit für Menschen mit Behinderung ein. Wie ist das gekommen? R. Hahn: Ich hatte im Alter von 18 Jahren einen Unfall. Seitdem bin ich querschnittgelähmt und benütze einen Rollstuhl. Das war 1982. Damals waren Barrierefreiheit, Inklusi-

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Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Schwerbehindertenvertretungen bei den obersten Landesbehörden in Baden-Württemberg (AGSV) on und Teilhabe noch Fremdwörter. Der Alltag war geprägt von Hindernissen und Barrieren, und man war stets auf fremde Hilfe angewiesen. Nur ein Beispiel: Früher gab es noch sehr wenige öffentliche barrierefreie Toiletten, die von Rollstuhlfahrern hätten genutzt werden können. Seitdem hat sich manches getan. Redaktion: Hat sich Ihrer Meinung nach die Situation behinderter Menschen seitdem entscheidend verbessert? R. Hahn: Naja, einiges! Alleine wenn ich daran denke, dass meine schulische Teilhabe durch den Unfall damals stark beeinträchtigt wurde. An meiner alten Schule gab es keinen Aufzug oder eine barrierefreie Toilette. Ich musste die Schule wechseln. Glücklicherweise gab es in der Nähe eine Schule mit Aufzug. Das war ein großes Glück! Die Mobilität war ein großes Problem, ist es bis heute. Trotz aller Widrigkeiten habe ich aber mein Abitur gemacht. Dank der UN–Behindertenrechtskonvention, die im Jahre 2009 von Deutschland ratifiziert wurde, ist eine breite gesellschaftliche Diskussion angestoßen worden. Das hat schon etwas bewirkt. Trotzdem ist im schulischen Bereich noch vieles erst am Anfang. Hier brauchen wir dringend ein inklusives Schulgesetz, das den Schülerinnen und Schülern mit Behinderung einen Rechtsanspruch auf Besuch einer Regelschule garantiert. Ich meine hier alle Schularten, auch die Gymnasien. Redaktion: Man spricht immer vom Paradigmenwechsel in der Behindertenpolitik – weg von der Fürsorge, hin zur Teilhabe. Sehen Sie hier Deutschland auf einem guten Weg, oder könnte man sich hier beispielsweise einmal im positiven Sinne eine Scheibe von den USA abschneiden? R. Hahn: Nochmal – es hat sich schon vieles getan, aber wir sind in Deutschland meiner Meinung nach noch weit weg von der Entspanntheit, wie bspw. in den USA mit dem Thema Behinderung umgegangen wird. Dort wurde Wegweisendes für Menschen mit Behinderung bereits 1990 mit dem „Americans with Disabilities Act“

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(ADA) geschaffen. Ich war öfters in den Vereinigten Staaten. Die Amis sind viel pragmatischer im Umgang, kennen kaum Berührungsängste. Wenn du ein Problem hast, geht man es an, und zwar gemeinsam. Dieses Hemdsärmelige und Erfrischende hat mir immer sehr gut gefallen. Das bringt einen oft viel weiter als alle wohlmeinenden Ratschläge oder die fürsorgerische deutsche Denke, die einen manchmal schier in den Wahnsinn treibt. Redaktion: Wie sieht es dort mit Barrierefreiheit aus? R. Hahn: Barrierefreiheit ist dort die Regel und nicht die Ausnahme wie in Deutschland. Es ist dort mehr eine Selbstverständlichkeit als ein Muss. Das liegt wohl an einem breiteren gesellschaftlichen Konsens. Das ist sehr angenehm. Bei uns muss immer alles erst gesetzlich geregelt werden. Bis dies dann der Fall ist, vergeht meist eine lange Zeit. Bestes Beispiel ist das Landesbehindertengleichstellungsgesetz - LBGG - was für ein Name! Kriegt man ja Knoten davon in der Zunge – von Baden-Württemberg. Eine Novellierung war schon vor Jahren dringend geboten und diskutiert worden! Das jetzige Gesetz ist ja eher ein „zahnloser Tiger“ und geht an den Bedarfen und Bedürfnissen von Menschen mit Behinderung weitgehend vorbei. Immerhin sind zwischenzeitlich die Eckpunkte der Landesregierung zum neuen LBGG auf den Weg gebracht. Mal sehen, wann es verabschiedet wird, und ob es sich in der Praxis bewährt. Nach wie vor das größte Problem für Menschen mit Behinderung ist die fehlende Barrierefreiheit als Grundvoraussetzung für Teilhabe bzw. Inklusion. Ich denke da nicht nur an fehlende Rampen und Aufzüge für Rollstuhlfahrer. Menschen mit Sinnesbehinderungen sind genauso betroffen. Falsch ist meiner Meinung nach die weitverbreitete Denke vor allem von „noch“ nicht Betroffenen, dass die Herstellung von Barrierefreiheit unter Kostenvorbehalt zu stehen hat. Klar, Geld

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spielt eine große Rolle. Aber es geht hier nicht im Entferntesten um Summen wie bspw. bei der Bankenrettung. Schlimm ist auch die Ignoranz und Gleichgültigkeit. Viele wachen erst auf, wenn sie selbst betroffen sind. Redaktion: Wie meinen Sie das? R. Hahn: Nun, ich habe zwar den Eindruck gewonnen, dass man in Deutschland mit Behinderung heute entspannter umgeht als noch in den 80er- und 90er-Jahren. Teilhabe bedeutet aber, dass es für Menschen mit Behinderung die gleichen Chancen und Möglichkeiten geben muss wie für nicht behinderte Menschen. Das kostet eben Geld! Deshalb ist es meiner Meinung nach wichtig, dass sich die Einstellung der Menschen weiter ändern muss! Barrierefreiheit nutzt nicht nur Rollstuhlfahrern wie mir, sondern auch älteren Menschen – gerne bringe ich hier auch das schon etwas abgenutzte Beispiel der „Mutter mit Kinderwagen“ an, die in gleicher Weise von Barrierefreiheit profitiert. Redaktion: Ist die Politik wenig hilfreich? R. Hahn: Nicht falsch verstehen – aber manchmal habe ich schon den Eindruck, dass die Menschen weiter sind als die Politik. Im politischen Entscheidungsprozess, gerade im Musterländle, steht meist der Haushalt im Vordergrund. Menschen mit Behinderung haben kaum Lobby, entsprechend gering ist ihr Einfluss auf die Gesetzgebung. Bspw. wird das novellierte Landesbehindertengleichstellungsgesetz sicherlich keinen individuell einklagbaren Rechtsanspruch in Bezug auf Barrierefreiheit enthalten. Oder nehmen wir den Begriff der angemessenen Vorkehrungen nach der UN-BRK. Gäbe es da einen Individualklageanspruch, würde Inklusion „galoppieren“. Leider wird es so weit nicht kommen. Redaktion: Nun sind Sie ja in Ihrer Funktion Vertrauensperson für die Menschen mit Behinderung im Regierungspräsidium in Stuttgart. Da gibt es sicherlich eine Menge für Sie zu tun?! R. Hahn: Bei 2.700 Mitarbeitern im Regierungspräsidium Stuttgart und über 220 Beschäftigten mit Schwerbehinderung gibt es genug zu tun. Vor allem aber bin ich hier direkt im persönlichen Kontakt mit Menschen, die zu mir kommen und Hilfe benötigen. Das macht mir große Freude!

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Redaktion: Haben Sie ein paar Beispiele, wie Sie Ihre Kolleginnen und Kollegen mit Behinderung konkret unterstützen? R. Hahn: Da ist alles dabei, von der Begleitung bei der Antragstellung wegen Feststellungen von Gesundheitsstörungen nach dem SGB IX bis hin zur Beteiligung bei Bewerbungsverfahren. Es ist für mich eine wichtige Arbeit, bei der ich meine Erfahrungen für meine Kolleginnen und Kollegen einbringen kann. Redaktion: Wie sehen Sie die Chancen für Menschen mit Behinderung auf dem Arbeitsmarkt? Sind wir in Baden- Württemberg auf einem guten Weg? R. Hahn: Baden-Württemberg muss deutlich besser werden! Lippenbekenntnisse helfen uns nicht weiter. Handeln müssen wir! Schauen Sie: Wenn ich mir die letzte aktuelle Erhebung zu den Neueinstellungen in der Landesverwaltung aus dem Jahr 2012 ansehe, dann befanden sich unter 25.710 Neueinstellungen gerade einmal 326 Menschen mit Schwerbehinderung oder 1,27 %. Das ist nicht nur beschämend, das ist ein Skandal! Wichtig ist für mich, dass Menschen mit Behinderung der Zugang zum ersten Arbeitsmarkt geebnet wird. Menschen mit Behinderung werden von vielen nach wie vor als Belastung gesehen, im Beruflichen wie im Privaten. Da muss noch viel passieren, damit sich etwas ändert. Momentan haben wir den Effekt, dass das Durchschnittsalter der Beschäftigten in der Landesverwaltung bei 49 Jahren liegt. Das wirkt sich offensichtlich mehr auf die Beschäftigungsquote als auf Neueinstellungen aus. Denn mit einer alternden Belegschaft gehen eben auch steigende gesundheitliche Risiken einher – das ist ganz normal. So lässt sich, zynisch gesagt, auch die Quote retten. Ein weiteres großes Problem ist die extrem hohe Zahl der befristeten Beschäftigungsverhältnisse. Ich kenne Menschen, die arbeiten schon

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über zehn Jahre befristet und leiden sehr darunter, vor allem gesundheitlich. Das kann so nicht weitergehen. Das Land hat nicht nur eine Vorbildfunktion, es geht auch um Menschenwürde! Dauerbefristete Arbeitsverhältnisse, und die gibt es zuhauf, sind menschenunwürdig! Redaktion: Nun sind Sie seit März dieses Jahres Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Schwerbehindertenvertretungen bei den obersten Landesbehörden in Baden-Württemberg (AGSV). Erst einmal Glückwunsch zu dieser verantwortungsvollen Aufgabe. Wie unterscheidet sich diese von Ihrer Arbeit als Vertrauensperson der behinderten Menschen beim Regierungspräsidium Stuttgart? R. Hahn: Die Arbeit ist mehr strategisch zu sehen. Es geht hier weniger um die praktische Hilfe für den Einzelnen, sondern mehr um die konzeptionelle Arbeit. So nimmt die AGSV beispielsweise auch Stellung zu Gesetzen der Landesregierung im Zusammenhang mit Belangen von Beschäftigten mit Behinderung. Die Arbeit bietet den Vorteil, dass man einen guten Überblick über die Gesamtsituation in der öffentlichen Verwaltung des Landes Baden-Württemberg bekommt. Natürlich ist man auch näher an den Geschehnissen der Politik dran – das kann sehr spannend sein. Wir wollen uns in Zukunft noch mehr in Richtung Beschäftigungsinitiativen für Menschen mit Behinderung orientieren. Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt geht leider an den Menschen mit Behinderung vorbei. Da müssen wir ran. Redaktion: Herrn Hahn, zum Schluss noch eine Frage zu unserem Internetportal und unserem eMagazin „SBVdirekt“. Was halten Sie davon? R. Hahn: Finde ich eine tolle Sache, die ich gerne weiterempfehlen werde. Redaktion: Vielen Dank, das freut uns wirklich. Für Ihre weitere Arbeit wünschen wir Ihnen gutes Gelingen! Sozialministerin Katrin Altpeter legt Eckpunkte für das neue Landes-Behindertengleichstellungsgesetz vor. Hierzu meint der VdK: Ein Schritt in die längst schon hinfällige richtige Richtung. Nun ist eine rasche Umsetzung im Dialog mit den Verbänden angezeigt. Eckpunkte-Papier Ausgabe in leichter Sprache

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Wenn Pia serviert, sitzen ihre Gäste im Dunkeln Wenn man nicht ein wenig über sie wüsste, man würde glauben, Pia Hemmerling (26) wäre eine junge hübsche Frau ohne jede Behinderung. Sie kommt auf einen zu, nicht mit verhaltenen, sondern festen Schritten. Zum Gespräch kommend, findet sie ihren Platz auf der Bank ganz ohne Zögern. Sie hat ein hinreißendes Lächeln, eine erfrischend offene Art zu antworten. Dabei ist Pia Hemmerling stark sehbehindert. Seit ihrer Geburt schon. Die Ärzte stellten damals fest, dass der Augeninnendruck erhöht und die Hornhaut beschädigt war (Glaukom). Pia war kaum 47 Stunden auf der Welt, da wurde sie das erste Mal am Auge operiert. Unzählige Operationen folgten. Immerhin schafften es die Ärzte, das linke Auge zu retten. Dort hat sie heute um fünf Prozent Sehkraft. „Und manchmal an guten Tagen auch mehr“, sagt Pia. „Hell und Dunkel erkenne ich, und mitunter auch Umrisse.“ Doch das rechte Auge konnten die Ärzte nicht wiederherstellen. Es ist aus Glas. Von alledem merkt man ihr nichts an. Mehr noch, Pia hat gelernt, mit ihrem Handicap zu leben. Und sie führt – aus ihrer Sicht – heute ein ganz normales Leben. Auch ein ganz normales Arbeitsleben. Pia arbeitet seit ein paar Jahren als Servicekraft in Deutschlands erstem Dunkelrestaurant „unsicht-Bar“ in Hamburg. Es ist ein Restaurant, in dem der Gast schmecken, riechen, fühlen, tasten und hören darf. Nur sehen kann er nichts. Denn das Restaurant ist bis auf den Eingangsbereich stockdunkel. Und in der Nachtschwärze ist nur Pias Stimme zu hören, wenn sie das Menü serviert.

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Menschen mit Handicap haben es bei uns in Deutschland sehr schwer, eine Arbeit zu bekommen. Die sehbehinderte Pia hat gleich zwei ungewöhnliche Jobs. Für Pia ist die Dunkelheit kein Problem. Für manche Gäste schon. „Allein die Tatsache, dass man in der Dunkelheit nicht mit Messer und Gabel essen kann, sondern einen Löffel und manchmal sogar die Finger nehmen muss, ist vielen total ungewohnt“, weiß Pia. Und auch so manches Glas auf dem Tisch wird schon mal umgestoßen. Das Leben in totaler Finsternis ist, wenn auch nur für ein paar Stunden, ein ganz anderes. Und es weckt Verständnis für Sehbehinderte. Fast alle verlassen die „unsicht-Bar“ nachdenklich, berührt, viele sogar gelöst und entspannt. Solveig Rinka, Serviceleiterin der „unsicht-Bar“, betreibt seit sieben Jahren das Restaurant. Sie sagt: „Wir geben hier drei Sehbehinderten Arbeit.“ Und die Idee eines Dunkelrestaurants hat in Berlin und Köln bereits Nachahmer gefunden. Für

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die Gäste ist die „unsicht-Bar“ ein Erlebnis-Restaurant, für die sehbehinderten Servicekräfte ein solider Arbeitsplatz. Für Pia ist es ein Arbeitsplatz, der ihr Spaß macht. In der Blindenschule lernte sie, mit dem Computer umzugehen. Arbeitete nach dem Schulabschluss als Reiseverkehrs-Kauffrau. „Aber meine Sehkraft am Bildschirm ließ schnell nach. Die Arbeit ermüdete mich zu rasch. Ich habe dann umgelernt.“ Neun Monate lang lernte sie, mit ihren Händen Feinstes zu fühlen, wurde die erste Frau für MTU (Medizinische Tastuntersuchung) im Norden Deutschlands. Seitdem arbeitet Pia drei Tage die Woche bei einem Hamburger Frauenarzt, erfühlt bei Frauen mit ihrem ausgeprägten Tastsinn die Brüste und sogar kleinste Knötchen. Die Tastuntersuchung ersetzt allerdings keine mammographische Untersuchung. Und Pia ist eine der wenigen Frauen in Deutschland, die diese Untersuchung beherrschen. Die Arbeit in der „unsicht-Bar“ ist für sie Ausgleich von der Arztpraxis. „Hier komme ich mit vielen Menschen zusammen, das macht mir Freude.“ Und so fährt sie fünfmal pro Woche mit der Bahn in die „unsicht-Bar“, arbeitet Teilzeit in Festanstellung. Immer mit dabei ihr Labrador Moritz. Mit ihm traut sie sich überall hin. Manchmal aber hofft sie dennoch, dass die Mediziner etwas finden, dass ihr geschädigtes Auge nicht immer wieder operiert werden muss. „Denn davor habe ich jedes Mal wieder Angst.“ © Bundesagentur für Arbeit

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„Allein die Tatsache, dass man in der Dunkelheit nicht mit Messer und Gabel essen kann, sondern einen Löffel und manchmal sogar die Finger nehmen muss, ist vielen total ungewohnt.“ Über 180.000 behinderte Menschen ohne Job Deutsche Unternehmen tun sich seit Jahrzehnten schwer, behinderten Menschen einen Arbeitsplatz anzubieten. Rund 135.000 deutsche Unternehmen beschäftigen vereinzelt Schwerbehinderte. Aber knapp 40.000 weigern sich – sie zahlen lieber eine Ausgleichsabgabe. Bundesweit warten derzeit über 180.000 (Stand Mai 2014) behinderte Menschen auf einen Job. Ohne große Aussicht auf einen Arbeitsplatz. Dabei haben Arbeitsmarkt-Experten festgestellt: Bei spezifischen Kenntnissen für den Beruf schneiden Behinderte mindestens so gut oder besser ab wie Nichtbehinderte. Denn sie haben zudem den besonderen Ehrgeiz, besser zu sein als die Konkurrenten. Das nutzt zum Beispiel der Hamburger Outdoor- Ausrüster „Globetrotter“ seit vielen Jahren. Firmenchef Andreas Bartmann beschäftigt 42 behinderte Mitarbeiter. Bartmann: „Wir statten ihren Arbeitsplatz nach ihrem Leistungsvermögen aus.“ So erhielt beispielsweise die sehbehinderte Postverteilerin ein Lesegerät, das Schriften vergrößert. Die Möbel in der Kantine stammen aus Behinderten-Werkstätten, die Hinweisschilder in den Arbeitsräumen haben große Buchstaben. Wer Behinderten eine Chance gibt, bekommt Hilfen der Integrationsämter. So wird etwa das als Ausgleichsabgabe eingenommene Geld vom Integrationsamt der Sozialbehörden für mögliche notwendige Umbauten am Arbeitsplatz bereitgestellt – wenn beispielsweise Rollstuhlfahrer eingestellt werden. Die Arbeitsagenturen zahlen Eingliederungszuschüsse und übernehmen damit für einige Monate bis zu mehreren Jahren einen Teil des Lohns. Auch individuelle Förderungen des behinderten Menschen oder eine Arbeitsbegleitung können vereinbart werden. Quelle: Bundesagentur für Arbeit

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12. Landesweite VdK-Schulung für Behindertenvertreter, Betriebs- und Personalräte Arbeitsplatz 2020 – Perspektive und Chance für Menschen mit Behinderung heißt es am 24. Juni in der Harmonie Heilbronn. Als größer Sozialverband im Land führt der VdK Baden-Württemberg regelmäßig Informationsveranstaltungen für Menschen mit Behinderung, chronischer Krankheit, Versicherte und Patienten durch. Bereits seit 2001 ist der VdK Veranstalter der jährlichen eintägigen Schulungsveranstaltung für Schwerbehinderten - Vertrauensleute in den Betrieben, Unternehmen und Behörden. Die nunmehr bereits zwölfte Großveranstaltung richtet sich auch wieder an Betriebs- und Personalräte, Arbeitgeberbeauftragte, VdK-Obleute und alle anderen Interessierten. Erneut konnte der Sozialverband VdK Baden-Württemberg für das Schulungsprogramm hochkarätige Referenten gewinnen. „Wie sieht der optimale Arbeitsplatz für Menschen mit Behinderung im Jahr 2020 aus?“ Dieses Thema behandelt der bekannte Betriebsratschef und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Porsche AG, Uwe Hück. VdK-Landeschef Roland Sing hat sich das Thema „VdK – Erwartungen und Forderungen zur Behin-

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Impressionen 2013 dertenarbeit bis 2020“ vorgenommen. Um die Thematik „Fünf Jahre UN-Konvention für Menschen mit Behinderung – Inklusion behinderter Menschen in der Arbeitswelt bereits erreicht?“ wird es am Vormittag ebenfalls gehen. Nachmittags heißt es dann „Work Life Balance – der Weg zum Glück? Was tun, wenn nichts mehr geht?“ Hierüber will der Mannheimer Psychotherapie-Forscher Professor Dr. Martin Bohus sprechen. Um „Mehrwert durch Wertschätzung, gute Führung – gute Arbeit“ geht es in dem Vortrag von Unternehmensberater Peter Kerscher von der Firma EVIO. 2014 moderiert der neue VdK-Landesobmann der Schwerbehinderten-Vertrauenspersonen, Joachim Steck, die VdK-Traditionsveranstaltung in der Harmonie. Die begleitende Reha- und Gesundheitsausstellung in beiden Foyers sowie auf dem Hallenvorplatz steht wieder jedermann offen. Ab 10 Uhr können alle Interessierten kostenlos und ohne Anmeldung bis 14.30 Uhr die Stände der erwarteten 30 bis 40 Aussteller aus dem Gesundheits- und Rehabilitationssektor besuchen. Hier finden Sie das Verzeichnis der Aussteller mit zusätzlichen Informationen Die renommierte VdK-Veranstaltung erhielt erneut eine Zertifizierung durch die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung. Sie erkennt das Seminar mit sieben Stunden für die CDMP-Weiterbildung an.

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12. Landesweite VdK-Schulung für Behindertenvertreter, Betriebs- und Personalräte Ab 8.30 Uhr Einlass, Anmeldung, Begrüßungskaffee und Beginn der Ausstellung im Foyer (Ausstellungsende: 14.30 Uhr) 10.00 Uhr Beginn des Seminars 10.00 – 10.10 Uhr Begrüßung Hans-Josef Hotz, Sozialverband VdK Baden-Württemberg e. V., Landesverbandsgeschäftsführer 10.20 – 10.50 Uhr Erwartungen und Forderungen zur Behindertenarbeit bis 2020 Roland Sing, VdK-Vizepräsident und Landesverbandsvorsitzender 10.50 – 11.30 Uhr Fünf Jahre UN-Konvention für Menschen mit Behinderung – Inklusion behinderter Menschen in der Arbeitswelt bereits erreicht? Marc-Oliver Hendriks, Geschäftsführender Intendant Staatstheater Stuttgart 11.30 – 12.10 Uhr Wie sieht der optimale Arbeitsplatz für Menschen mit Behinderung im Jahr 2020 aus? Impulsvortrag Uwe Hück, Betriebsratsvorsitzender und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Porsche AG

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Arbeitsplatz 2020 – Perspektive und Chance für Menschen mit Behinderung 24. Juni 2014 in der Harmonie Heilbronn. 10.10 – 10.20 Uhr Einleitung und Moderation Joachim Steck, Sozialverband VdK Baden-Württemberg e. V., Landesobmann der Schwerbehinderten-Vertrauenspersonen 12.10 – 12.30 Uhr Fragerunde 12.30 – 14.00 Uhr Mittagspause / gemeinsames Mittagessen / Besuch der Ausstellung 14.00 – 14.40 Uhr Mehrwert durch Wertschätzung, gute Führung – gute Arbeit Impulsvortrag Peter Kerscher, Fa. EVIO – Unternehmensberatung 14.40 – 15.20 Uhr Work Life Balance – der Weg zum Glück? Was tun, wenn nichts mehr geht? Impulsvortrag Prof. Dr. Martin Bohus, Ärztlicher Direktor Klinik für Psychosomatik und Psychotherapeutische Medizin, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Schlusswort 15.30 Uhr Ende der Schulung

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Der Druck wächst — psychische Krankheiten am Arbeitsplatz Immer mehr Arbeitnehmer kommen mit den Verhältnissen am Arbeitsplatz nicht mehr klar. Folge: Krankheiten. Und sie werden auch für die Arbeitgeber zum Problem, wenn die Angestellten Fehler machen oder häufig ausfallen. Es sind oft befristete Arbeitsverträge und eine damit verbundene Angst vor Arbeitsplatzverlust, immer neue Technologien und eine schwierige Verbindung von Privatleben und Job, die den Arbeitnehmern auf der Seele lasten. Kein Wunder, dass psychische Krankheiten mit 14,6 Prozent aller Krankentage auf Platz drei des DAK-Gesundheitsreports 2014 kommen. Die Diagnosen lauten beispielsweise Depression oder Burn-out-Syndrom. Fehlt ein Mitarbeiter häufig, sollte der Vorgesetzte versuchen, den Grund dafür herauszufinden. Ob ein Mitarbeiter beispielsweise unter Stress leidet, zeigt sich oft an vielen Flüchtigkeitsfehlern, an E-Mails, die zu sehr früher oder sehr später Stunde verschickt werden, an Druck, der auf Kollegen oder Mitarbeiter ausgeübt wird, oder ganz einfach an einem randvollen Überstundenkonto. Psychische Erkrankungen können sich aber auch ganz anders äußern: häufige Übelkeit, Erbrechen, ständige Rückenschmerzen können ihre Gründe ebenfalls in der psychischen Verfassung haben. Wichtig für den Vorgesetzten: Er muss ein klärendes Gespräch mit dem Mitarbeiter führen. Dabei darf er keinen Druck auf den Arbeitnehmer ausüben, aber er muss klarstellen, dass häufige Fehlzeiten nicht geduldet werden können.

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Schließlich leidet darunter die gesamte Abteilung oder auch das ganze Unternehmen. Aber Achtung: Wer ein solches Gespräch führt, sollte speziell dafür geschult sein – zum Beispiel durch ein Seminar. Denn Sätze wie „Nun reißen Sie sich aber mal zusammen!“ sind fehl am Platz – der Betroffene ist krank. Der Vorgesetzte sollte in solch einem Gespräch vor allem auch Hilfe bei der Problemlösung anbieten. Dabei darf der Hinweis auf einen externen Dienstleister nicht fehlen, das kann ein Psychologe oder ein Coach sein. Vielleicht ist der Stressauslöser aber auch etwas, was sich schnell beheben lässt – eine Kleinigkeit im Arbeitsablauf möglicherweise, unzureichende Kenntnisse der Software. Sind diese Dinge der Grund für die Erkrankung, hilft dem Arbeitnehmer vielleicht eine passende Zielvereinbarung im Jahresgespräch weiter: beispielsweise der Besuch eines Seminares zur Arbeitstechnik, zu Zeitmanagement oder Persönlichkeitsbildung. Arbeitgeber können außerdem Entspannungskurse für die gesamte Belegschaft anbieten, vor allem wenn sie in einer besonders betroffenen Branche tätig sind. Auch E-Mail-, Handy- oder Blackberry-freie Wochenenden, die von den Führungskräften verordnet werden, können den Mitarbeitern weiterhelfen. Rückkehrgespräche führen Fällt ein Mitarbeiter wegen einer Erkrankung längere Zeit aus, ist es nach seiner Rückkehr wichtig, dass der Vorgesetzte ihm zeigt, dass er ihn vermisst hat. Das gibt dem Betroffenen eine emotionale Sicherheit, denn er fühlt sich wertgeschätzt. Möglicherweise mag der Mitarbeiter darüber reden, warum er lange weg war. Falls nicht: keinen Druck ausüben! Vielmehr geht es darum, zum Betroffenen eine Vertrauensbasis aufzubauen, dann erzählen Mitarbeiter oft von ganz alleine, wo der Schuh drückt. Das Rückkehrgespräch dient natürlich auch dazu, den Mitarbeiter auf den neuesten Stand zu bringen. Bettina Blaß

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08 24 Technische Assistenz für alle So lange wie möglich zu Hause selbstständig leben – Sozialverband VdK stellt Forderungen auf dem AAL-Kongress in Berlin vor © Foto: ThSVerlohner VdK-Vizepräsident Roland Sing (Mitte) erläuterte auf dem AAL-Kongress die Vorzüge technischer Assistenzsysteme; rechts Prof. Dr. Ursula Lehr (BAGSO), links Dr. Axel Viehweger, Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften. | Technik kann das Leben leichter machen. Gerade Menschen, die auf fremde Hilfe angewiesen sind, können so länger in ihren eigenen vier Wänden wohnen bleiben. Doch noch sind diese Angebote recht teuer und werden nicht von der Pflegekasse bezahlt. Was sich ändern muss, erläuterte VdK- Vizepräsident Roland Sing auf dem AAL-Kongress in Berlin. Was bedeutet „AAL“? Die Abkürzung AAL steht für den englischen Begriff „Ambient Assisted Living“ und bedeutet auf Deutsch in etwa „umgebungsunterstütztes Leben“; gemeint ist selbstbestimmtes Leben durch innovative Technik. Hier finden Sie den vollständigen Beitrag

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bezahlbar machen Jetzt Mitglied werden und regelmäßig die VdK Zeitung erhalten! Dergin Tokmak: Als hinkender Engel reiste er um die ganze Welt Als Baby erkrankte Dergin Tokmak an Kinderlähmung. Laufen lernte er auf den Händen, schon als Jugendlicher tanzte er auf Krücken. Als erster Deutscher – und als erster Rollstuhlfahrer – zog er mit dem Cirque du Soleil um die ganze Welt. Hier finden Sie den vollständigen Beitrag

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Kreuzfahrten im Trend Nach einer Studie der GfK haben allein die Deutschen im vergangenen Jahr mehr als eine Milliarde Euro für See- und Flussreisen ausgegeben – Tendenz weiter steigend. Erfreulicherweise stellen sich die Reiseveranstalter zunehmend auf die speziellen Bedürfnisse der behinderten Menschen an Bord ein. Hierzu gehören z.B. barrierefreie Kabinen mit unterfahrbaren Waschbecken und breiteren Türen, behindertengerechte Aufzüge sowie breitere Wege und Zugänge. Es ist jedoch ratsam, sich vor dem Reiseantritt beim Veranstalter genau über die Situation auf dem Schiff, aber auch bei den Landausflügen zu informieren. Einige häufig gestellte Fragen: Sind Bars und Restaurants für Rollstuhlfahrer zugänglich? Gibt es spezielle Plätze im Theater und im Kino? Dürfen Blindenhunde mitgeführt werden? Ist der Pool nutzbar? Gibt es Essensangebote für Menschen mit Ernährungseinschränkungen? Wie ist das Bordhospital, z.B. für Dialysepatienten, ausgestattet? Wird eine Ein- und Ausschiffung angeboten? Stehen bei Landausflügen geeignete Fahrzeuge zur Verfügung?

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Informationen zu barrierefreien Einrichtungen an Bord AIDA Cruises, Hapag-Lloyd und Cunard Line haben uns auf Nachfrage nützliche Hinweise genannt. Allgemeines bei Hapag-Lloyd Generell sollte ein körperbehinderter Gast mit einer Begleitperson reisen. Nur so können alle Abläufe des täglichen Bordlebens ohne weitere Hilfe bewältigt werden, denn unsere Crew ist natürlich fest in die täglichen Abläufe an Bord eingebunden und daher nur schwer für längere Zeiträume aus den ihnen zugeteilten Arbeitsbereichen entbehrlich. An Bord bei Hapag-Lloyd Alle leitenden Crewmitglieder und die Servicecrew im Hotel-(Kabinen-), Restaurant- und Touristikbereich sowie der Kapitän werden vorab über Handicaps betroffener Gäste informiert und sind damit entsprechend vorbereitet, welche Hilfestellungen benötigt werden. Zusätzlich wird z.B. die Küche informiert, wenn es um spezielle Ernährungseinschränkungen geht. An Bord sind daher auch diese Crewmitglieder jederzeit ansprechbar, wenn es um besondere Wünsche / Belange für Gäste geht. (Dies trifft im Übrigen für jeden Gast zu – ob mit oder ohne Behinderung.)

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Hier finden Sie ausführliche Informationen zum Thema barrierefreies Reisen mit AIDA und Norwegian Cruise Line Kabinen bei Cunard Line Die Queen Mary 2 verfügt über 32 speziell auf Menschen mit körperlichen Einschränkungen zugeschnittene und ausgestattete bzw. umgebaute Kabinen, die Queen Elizabeth sowie die Queen Victoria haben jeweils 18 behindertengerechte Kabinen. Auf allen Schiffen gibt es einen Pool mit Hublift. Alle Decks an Bord sind mit Aufzügen erreichbar, die behindertengerechten Kabinen sind alle mit dem Rollstuhl befahrbar. Restaurant bei Cunard Line Bei Cunard Line können Rollstuhlfahrer überall sitzen, wo sie möchten, und nicht nur an speziellen, reservierten Tischen. Cunard Line setzt auf Inklusion. Rollstühle befinden sich an Bord, aber diese sind für Notfälle bestimmt.

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Essensangebote bei Hapag-Lloyd Gäste mit Diabetes oder anderen Nahrungsmitteleinschränkungen (Allergien, Vegetarier) können Ihre Wünsche und Einschränkungen bereits bei der Buchung angeben. Sonderwünsche bezüglich Diät- und Schonkost werden gern berücksichtigt. Für alle, die sich gern gesundheitsbewusst ernähren, bieten wir auf der EUROPA und der EUROPA 2 zusätzlich täglich kalorienreduzierte Cuisine légère an. Landausflüge bei Hapag-Lloyd Landausflugs- und Entertainmentangebote, die speziell auf ein Handicap zugeschnitten sind, gibt es nicht. Körperbehinderte Gäste werden gern von der Touristik-Crew an Bord hinsichtlich barrierefreien Landausflügen beraten und darüber hinaus auch weitestgehend in den Ablauf, das Landausflugs- und Entertainmentprogramm einer regulären Kreuzfahrt eingebunden, soweit es sich mit sicherheitsrelevanten Aspekten vereinbaren lässt. Gerne stehen die Touristik-Mitarbeiter auch für die Buchung von individuellen Touren zur Verfügung, so z.B. wenn es nicht möglich ist, einen Transport in den Landausflugsbussen zu gewährleisten.

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Links VdK Baden-Württemberg VdK Sozialrechtsschutz Unsere Referenten unterstützen Sie bei den Sozial- und Verwaltungsbehörden, stellen Anträge, legen für Sie Widerspruch ein, wenn Rechte verwehrt werden, und vertreten Sie vor Sozialgerichten in allen Instanzen. Unabhängigen Patientenberatung Deutschland | UPD UPD Beratungsstelle Stuttgart Für den Inhalt der folgenden gelinkten Seiten ist der VdK Baden-Württemberg nicht verantwortlich. Insbesondere macht er sich den Inhalt dieser Seiten nicht zu eigen.

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Arbeit und Beruf • „Digital informiert - im Job integriert“ (Di-Ji) • Unternehmensforum e.V. – Inklusionspreis 2014 • REHADAT Hilfsmittelportal Arbeitsplatz und Ausbildung • einfach teilhaben Ausbildung und Arbeit • Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit • Aktion Mensch Inklusion leben: am Arbeitsplatz Freizeit und Tourismus • VdK-Reisen

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Gerichtsentscheidungen Keine Sozialhilfe für den Gebärdensprachkurs der Eltern eines gehörlosen Mädchens Eltern gehörloser Kinder können vom Sozialhilfeträger nicht die Übernahme der Kosten für das Erlernen der Gebärdensprache verlangen. Die zu gewährenden Leistungen der Eingliederungshilfe umfassten zwar die Unterrichtung des behinderten Kindes selbst, nicht aber die Finanzierung eines Gebärdensprachkurses für dessen Eltern. Mit dieser Begründung hat der für Sozialhilfe zuständige 7. Senat des Landessozialgerichts Baden-Württemberg der Berufung des beklagten Landkreises stattgegeben und die entgegenstehende Entscheidung des Sozialgerichts Heilbronn aufgehoben. Landessozialgericht Baden-Württemberg Urteil vom 18.07.2013 – L 7 SO 4642/12 Hier finden Sie die vollständige Entscheidung

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Keine Heilung eines Verstoßes gegen § 81 Abs. 1 Satz 4 SGB IX durch nachträgliche Beteiligung der Schwerbehindertenvertretung Benachteiligung im Sinne des Benachteiligungsverbots des § 7 Abs. 1 AGG ist jede unterschiedliche Behandlung, die mit einem Nachteil verbunden ist; nicht erforderlich ist, dass in Benachteiligungsabsicht gehandelt oder die Benachteiligung sonst schuldhaft bewirkt worden ist. Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg sieht eine Benachteiligung der Klägerin darin, dass es das Regierungspräsidium entgegen § 81 Abs. 1 Satz 4 SGB IX unterlassen hat, die Schwerbehindertenvertretung über die Bewerbung der Klägerin unmittelbar nach Eingang zu unterrichten. Somit konnte die Schwerbehindertenvertretung das Auswahlverfahren nicht begleiten und überwachen. Der Klägerin wurde dadurch dieser gesetzlich eingeräumte Vorteil vorenthalten. Die nachträgliche Beteiligung der Vertrauensperson der Schwerbehinderten konnte dieses Manko nicht ausgleichen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass das Auswahlverfahren für die Klägerin günstiger ausgefallen wäre, wenn die Schwerbehindertenvertretung z.B. an den Vorstellungsgesprächen teilgenommen hätte. Das Gericht stellt hierzu fest, dass die nachträgliche Information über das Verfahren und die Bewerbergespräche nicht die gleiche Wertigkeit hat wie eine bei rechtzeitiger Unterrichtung mögliche unmittelbare Teilnahme. Die Klägerin hat daher eine Benachteiligung wegen ihrer Behinderung erfahren. Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg Urteil vom 10.09.2013 - 4 S 547/12 Hier finden Sie die vollständige Entscheidung

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Mobilität ist Bundesbürgern am wichtigsten Aktion Mensch-Umfrage zum Protesttag der Menschen mit Behinderung Eine inklusive Gesellschaft ist nur möglich, wenn Menschen mit Behinderung uneingeschränkt mobil sein können. Davon gehen rund 28 Prozent der Bundesbürger laut einer Umfrage aus, die die Aktion Mensch anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung beauftragt hat. Das Marktforschungsinstitut YouGov hatte Menschen mit und ohne Behinderung befragt, in welchen Bereichen ein inklusives Miteinander am dringendsten vorangetrieben werden müsse. Auf den Rängen zwei und drei folgen das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung (25 Prozent) und gleiche Chancen am Arbeitsmarkt (22 Prozent). „Wir haben in den letzten Jahrzehnten schon viel erreicht beim Thema Inklusion. Die Umfrage zeigt aber, dass bis zu einem selbstverständlichen Zusammenleben aller noch viel zu tun ist“, sagt Armin v. Buttlar, Vorstand der Aktion Mensch. So gehört zu einer verbesserten Mobilität nach Meinung der Befragten, dass alle Verkehrsmittel barrierefrei zugänglich sind. Beim Thema Gemeinsamer Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung wünschen sich die Deutschen mehr Aufklärung bei Eltern und Lehrern. Um mehr Menschen mit Behinderung eine Chance am Arbeitsmarkt zu eröffnen, müssten die Rahmenbedingungen verbessert werden – etwa durch Barrierefreiheit in Unternehmen. Quelle: Aktion Mensch e.V.

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Die Bundesagentur für Arbeit bietet einen neuen Service für Gehörlose und Hörgeschädigte Gehörlose haben nun die Möglichkeit, über einen Gebärdendolmetscherdienst mit den Service-Centern der Bundesagentur für Arbeit (BA) direkt zu sprechen. „Bisher war Gehörlosen der telefonische Zugang zu unseren Dienststellen verschlossen. Mit dem neuen Service haben wir diese Hürde beiseite geräumt“, so Raimund Becker, Vorstand der BA. Die Betroffenen laden sich ein Tool im Internet auf den Desktop ihres Computers. Dies klicken sie an, wählen aus, ob ihr Anliegen z. B. die Familienkasse oder die Arbeitsagentur betrifft, und werden dann über ein Videotelefonat optisch oder schriftsprachlich mit einem Gebärdendolmetscher verbunden. Dieser telefoniert gleichzeitig mit dem Service-Center der BA und gibt so das Anliegen direkt an den Service-Center-Mitarbeiter weiter. „Für Hörende ist es selbstverständlich, schnell und unkompliziert Anliegen am Telefon klären zu können. Für Menschen, die über Gebärden kommunizieren, waren Anfragen häufig mit großem Aufwand verbunden. Sie mussten einen Dolmetscher buchen und mit diesem persönlich zur Dienststelle fahren – das war häufig verbunden mit Wartezeiten, denn Gebärdendolmetscher haben oft volle Kalender“, so Becker. „Mit diesem freiwilligen Service möchten wir weitere Schritte in Richtung inklusiver Gesellschaft gehen und ein Zeichen setzen.“ Denn Gehörlose haben nun auch faktisch genau die gleiche Möglichkeit wie Hörende, 50 Stunden pro Woche bei den Ansprechpartnern der BA ihre Anliegen zu platzieren, und profitieren in der Regel davon, dass diese auch sofort erledigt werden. Das Angebot ist für Gehörlose kostenfrei. In Deutschland kommunizieren etwa 80.000 Menschen über Gebärden. Quelle: Bundesagentur für Arbeit

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Auch 2014: Inklusionspreis für Unternehmen UnternehmensForum verleiht Auszeichnung „Unternehmen setzen auf Beschäftigung von Menschen mit Behinderung“ gemeinsam mit der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, der Bundesagentur für Arbeit und der Charta der Vielfalt. Schirmherrin ist die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles. Um gute Beispiele für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung bekannt zu machen, lobt das Unternehmens- Forum 2014 bereits zum dritten Mal den Inklusionspreis „Unternehmen setzen auf Beschäftigung von Menschen mit Behinderung“ aus – in diesem Jahr gemeinsam mit der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, der Bundesagentur für Arbeit und der Charta der Vielfalt. Prämiert werden Unternehmen, die beispielhafte Aktionen zur Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung durchführen. Andrea Nahles, Bundesministerin für Arbeit und Soziales, bürgt als Schirmherrin für den Preis: „Mit dem Inklusionspreis leisten die Initiatoren einen wichtigen Beitrag, indem sie nicht nur äußerst gelungene Leistungen hervorheben, sondern insbesondere auch andere Arbeitgeber sensibilisieren und motivieren.“ Der Inklusionspreis richtet sich an kleine, mittelständische, aber auch große Unternehmen – und zeigt damit, dass gelungene Inklusion unabhängig von der Unternehmensgröße ist. Die Organisatoren sind davon überzeugt, dass Inklusion längst nicht mehr nur soziales Engagement darstellt, sondern eine wichtige Chance, um den Fachkräftemangel zu bewältigen

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und motivierte Mitarbeitende mit vielfältigen Fähigkeiten zu finden. „Immer mehr Arbeitgeber erkennen das Fachkräftepotenzial von Menschen mit Behinderung. Oftmals fehlt aber das Wissen, wie die Einstellung und Beschäftigung wirklich gelingt“, erklärt Olaf Guttzeit, Vorstandsvorsitzender des UnternehmensForums. „Der Inklusionspreis will dieses Wissen vermitteln, indem er gelungene Beispiele in der Beschäftigung von Menschen mit Handicap hervorhebt.“ Vorschläge können bis zum 1. August 2014 unter dem Stichwort „Inklusionspreis“ beim UnternehmensForum eingereicht werden. Weitere Informationen

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