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direkt Barrierefreiheit und Inklusion voranbringen! 08 Der VdK Baden-Württemberg stellt sich vor Mehr ... 10 Schlaglichter 2015 Mehr ... 18 „Segway“ für Menschen mit Handicap Mehr ... 22 Museen für Menschen mit Behinderung Mehr ...

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Mit freundlicher Unterstützung von: www.ergo.de/vereineund-verbaende Ein gutes Gefühl, vorgesorgt zu haben. Als Mitglied im Sozialverband VdK Baden- Württemberg e.V. genießen Sie besonders günstigen und speziellen Schutz. • Sterbegeld-Vorsorge Plus • Pflegerenten-Risikoversicherung • Unfall-Vorsorge mit NotfallHilfe • Spezial-Rechtsschutzversicherung Impressum Herausgeber: Sozialverband VdK Landesverband Baden-Württemberg e.V. Johannesstraße 22 70176 Stuttgart Haben Sie Interesse? Dann wenden Sie sich an uns: ERGO Beratung und Vertrieb AG ERGO Stamm-Organisation / 55plus Überseering 45, 22297 Hamburg Tel 0800 3746925 (gebührenfrei) Herstellung: Verlagsgesellschaft W.E. Weinmann e.K. Karl-Benz-Straße 19 70794 Filderstadt Fotos: fotolia

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Liebe Leserin, lieber Leser, Barrierefreiheit und Inklusion voranbringen! Das neue Jahr steht vor der Tür: Zeit, Bilanz zu ziehen und auf die bevorstehenden Aufgaben zu blicken. Lassen Sie mich zunächst auf 2015 schauen. Da sind Gesetze in Kraft getreten, die der Sozialverband VdK Baden-Württemberg grundsätzlich gutheißt. So gibt es beispielsweise ein novelliertes Landesbehindertengleichstellungsgesetz (L-BGG), das der Berufung kommunaler Behindertenbeauftragter im Lande den Weg ebnet. Dadurch erhalten Menschen mit Behinderung örtliche Interessenvertreter und können auf diese Weise bei kommunalen Bauvorhaben und anderen Planungen zumindest Gehör finden. So wird sich wohl die eine oder andere bauliche Barriere von vornherein verhindern lassen. Dies wäre zumindest wünschenswert. Denn bauliche Barrieren sind – neben den „Barrieren in den Köpfen“ – nach wie vor große Hindernisse auf dem Weg zur Inklusion, zu vollständiger gesellschaftlicher Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Deshalb kann ich an dieser Stelle nur unsere Forderung vom Frühjahr wiederholen: Kommunale Behindertenbeauftragte müssen ausreichend mit sachlichen und personellen Mitteln ausgestattet werden, um die Belange der Betroffenen wirksam vertreten zu können. Aber auch auf die aktiven VdKler vor Ort kommen hier wichtige Aufgaben zu. Sie können sich beispielsweise im Zusammenwirken mit unseren 52 Kreisverbänden im

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Lande und den 42 Kammergruppen der Landesarchitektenkammer für barrierefreies Bauen stark machen. So kann die 2015 begonnene Kooperation des VdK Baden-Württemberg mit der Landesarchitektenkammer Baden-Württemberg mit Leben erfüllt werden. Denn barrierefreies Bauen und Umbauen kommt nicht nur den Rollstuhlfahrern zugute, sondern auch vielen anderen Menschen mit Mobilitätsbehinderungen und vielen Senioren, ob mit oder ohne Rollator – im Übrigen auch Eltern mit Kinderwägen. So wird zugleich die Gesellschaft ein Stück weit humaner. Dieses wichtige Thema wird uns alle auch in Zukunft noch intensiv begleiten. Ebenso müssen wir uns 2016 weiterhin mit der Situation auf dem Wohnungsmarkt beschäftigen. Hier ist der VdK

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Schließlich geht es darum, den Menschen zu ermöglichen, auch im hohen Alter, auch bei schwerer Pflegebedürftigkeit und auch bei schwerster Behinderung so lange wie machbar zu Hause wohnen zu bleiben. Baden-Württemberg kürzlich aktiv geworden und ist mit anderen Einrichtungen wie Landesarchitektenkammer, Mieterbund Baden-Württemberg und Wohnungswirtschaft Baden-Württemberg ein Landesbündnis für den Sozialen Wohnungsbau eingegangen. Und gemeinsam haben wir angesichts des großen Fehlbestands an Sozialwohnungen an die Verantwortlichen appelliert, die Fördermittel drastisch aufzustocken. Bund, Land, Kommunen und Wohnungswirtschaft müssen den geförderten Wohnungsbau rasch und effizient wieder ankurbeln. Zugleich haben wir verdeutlicht, dass man in diesem Zusammenhang auch die demografische Entwicklung im Auge behalten muss. Schließlich sind heutzutage noch die wenigsten Wohnungen seniorengerecht. Daher wird der VdK Landesverband auch im kommenden Jahr fordern, endlich die Zahl der bislang nur 48 Pflegestützpunkte in Baden-Württemberg aufzustocken. Ebenso verlangen wir, dass die Aufgabenpalette dieser unabhängigen Beratungsstellen um die Wohnberatungsaufgabe erweitert wird. Schließlich geht es darum, den Menschen zu ermöglichen, auch im hohen Alter, auch bei schwerer Pflegebedürftigkeit und auch bei schwerster Behinderung so lange wie machbar zu Hause wohnen zu bleiben. Denn dies ist der Wunsch der meisten Menschen. Mit Freude und auch mit einem gewissen Stolz konnten wir im August feststellen, dass die Politik endlich dem beharrlichen Wirken des VdK nachkommt und den lange geforderten grundlegenden Umbau der gesetzlichen Pflegeversicherung anpackt. 2016 und 2017 sollen die verschiedenen Schritte der sogenannten Stufe II des Pflegestärkungsgesetzes realisiert, mithin die demenzkranken Menschen endlich in der Pflegeversicherung gleichgestellt werden. Dann soll es fünf Pflegegrade unter Berücksichtigung der kognitiven Beeinträchtigungen geben, statt der bisher nur drei Pflegestufen, die sich in erster Linie an körperlichen Defiziten orientieren. Ein weiteres VdK-Aufgabenfeld wird die gesetzliche Krankenversicherung bleiben. Ich kann es nur immer wieder wiederholen: Der Zusatzbeitrag muss weg! Medizinischer Fortschritt und Preissteigerungen dürfen nicht allein von den Versicherten

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Als größter Sozialverband in Bund und Land macht sich der VdK für Solidarität und Menschlichkeit stark und erteilt jeder Form von Gewalt, Fremdenhass und Ausgrenzung eine klare Absage. bezahlt werden. Der Gesetzgeber muss zur paritätischen Finanzierung zurückkehren. Alles andere ist unsozial und ungerecht! Es kann nicht sein, dass so notwendige Leistungen wie die des endlich realisierten Präventionsgesetzes von den Versicherten über Zusatzbeiträge alleine finanziert werden müssen. Außerdem geht es hier um gesamtgesellschaftliche Aufgaben. Und die sind grundsätzlich über Steuern zu finanzieren. Dies gilt im Übrigen auch für Kosten im Zusammenhang mit der Versorgung und Unterbringung von Flüchtlingen. Keinesfalls dürfen diese Kosten alleine den Sozialversicherten auferlegt werden. Und keinesfalls dürfen, ob es nun um die Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum oder auch um konkrete Sozialleistungen geht, die Flüchtlinge und andere sozialbetroffene Menschen gegeneinander ausgespielt werden. Ebenso müssen wir hier aufpassen, dass es nicht zu Sozialkürzungen wegen der Flüchtlinge kommt, weil die Politik zum Beispiel unbedingt eine „Schwarze Null“ beim Bundeshaushalt erzielen will und Bundeszuschüsse für die gesetzliche Sozialversicherung zurückfährt. In möchte an dieser Stelle ausdrücklich betonen, dass der Sozialverband VdK das Engagement seiner Mitglieder im Bereich der Flüchtlingshilfe sehr begrüßt und die VdKler auch ermuntert, sich weiterhin für die Menschen einzusetzen, die auf der Flucht vor Krieg, Terror, Gewaltherrschaft und Elend nach Deutschland kommen. Als größter Sozialverband in Bund und Land macht sich der VdK für Solidarität und Menschlichkeit stark und erteilt jeder Form von Gewalt, Fremdenhass und Ausgrenzung eine klare Absage. Mein Dank gebührt den zahllosen VdKlern, die den Asylsuchenden, ihren

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Familien und Kindern in den letzten Wochen in vielfältiger Weise geholfen haben. Mein Dank gebührt auch den rund 8.000 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Südwesten für deren engagierten Einsatz bei der VdK-Arbeit, der Durchführung von Feiern und Infoveranstaltungen, Ausflügen und Reisen, Beratungen, Besuchsdiensten und anderen wichtigen Verbandsaufgaben vor Ort. Ohne diese wertvolle und kontinuierliche Arbeit könnte der Sozialverband VdK nicht in dieser Form bestehen. Dies müssen wir uns ebenfalls immer wieder klarmachen. Daran gilt es auch zu denken, wenn – wie schon im Jahr 2015 geschehen – 2016 ebenfalls Orts- und Kreisverbände ihr 70-jähriges Bestehen feiern werden. Ihr Roland Sing, VdK-Vizepräsident und Landesverbandsvorsitzender Baden-Württemberg

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Der VdK Baden-Württemberg stell Der Sozialverband VdK Baden-Württemberg e.V. setzt sich seit nahezu 70 Jahren erfolgreich für die Interessen seiner Mitglieder ein. 1,75 Millionen Menschen sind Mitglied in Deutschlands größtem Sozialverband – und es werden immer mehr! Allein in Baden-Württemberg sind es nahezu 222.000 Mitglieder. Wir beraten Sie in folgenden Rechtsgebieten: Sozialversicherungsrecht: Arbeitslosenversicherung Krankenversicherung Pflegeversicherung Unfallversicherung (Arbeitsunfall, Wegeunfall, Berufskrankheiten) Rentenversicherung (Hinterbliebene, Altersrente, Erwerbsminderungsrente) Schwerbehindertenrecht: Versorgungsrecht Impfgeschädigte Opfer von Gewalttaten Wehr- und Zivieldienstgeschädigte Sozialhilferecht/Grundsicherung Unsere VdK Sozialrechtsschutz gGmbH vertritt Sie bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche vor Sozialbehörden und Reha- Trägern sowie vor Sozialgerichten (alle Instanzen) ohne Wartezeit. Der Sozialverband VdK setzt sich insbesondere auf sozialpolitischer Ebene für seine Mitglieder ein.

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t sich vor Viele interessante Serviceleistungen runden das VdK-Angebot ab: ■ Fachinformationen ■ Patientenberatung durch die UPD (31.12.2015) ■ Beratung über barrierefreies Bauen und Wohnen ■ Reisen in alle Welt über unser VdK-Reisebüro ■ Hotels, Kur- und Erholungszentren ■ VdK-Internet-TV und VdK-Zeitung ■ Versicherungsservice ■ Hausnotruf ■ Kooperationen mit Selbsthilfegruppen (z.B. Schlaganfall, chronische Schlafstörungen, Sehbehinderungen, Osteoporose) ■ VdK-Geschenkeshop Mehr als 40 VdK-Sozialrechtsreferenten stehen im Lande bereit und erstreiten Jahr für Jahr mehr als 8,5 Millionen Euro für VdK-Mitglieder Seit Jahrzehnten gehört der VdK-Sozialrechtsschutz zu den zentralen Mitgliederserviceleistungen des Verbands. Derzeit stehen allein in Baden-Württemberg in unseren Geschäftsstellen vor Ort über 40 hauptamtliche Sozialrechtsreferenten für die Mitglieder zur Verfügung, und wir bauen unser Beratungsnetz kontinuierlich weiter aus. Die bisherigen VdK-Statistiken zeigen, dass die baden-württembergischen Sozialrechtsreferenten auch im Jahr 2015 wieder mehr als 11.500 Widerspruchs- und Klageverfahren erledigen werden und wieder mehr als 8,5 Millionen Euro an Nachzahlungen für die Sozialrechtsschutz begehrenden Menschen erstreiten. Mitglieder oder auch Neumitglieder können sich unter anderem bei Streitfällen mit der gesetzlichen Rentenversicherung, den gesetzlichen Krankenkassen, der Pflegeversicherung, den Sozialämtern, den Berufsgenossenschaften, den Landratsämtern (Versorgungsverwaltungen) oder auch den Jobcentern (Hartz IV) an die VdK-Sozialrechtsreferenten wenden und sich von ihnen juristisch vertreten lassen. Auch Nichtmitglieder dürfen ohne „Schwellenangst“ zur Sprechstunde kommen.

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Schlaglichter VdK fordert sichere Finanzierung des Bundesteilhabegesetzes 17.3.2015 – Der VdK appelliert anlässlich der morgigen Beratung der Finanzplanung zum Bundesteilhabegesetz an die Bundesregierung: „Das Bundesteilhabegesetz muss umgesetzt werden, wie es im Koalitionsvertrag vereinbart ist. Deshalb müssen die erforderlichen Gelder zuverlässig in der Finanzplanung berücksichtigt werden, damit Menschen mit Behinderung ihr Recht auf Inklusion erhalten.” | Sing-Plädoyer bei Pflege-Enquete: „Potenzial und Kompetenzen älterer Menschen erkennen!“ Derzeit leben in Baden-Württemberg 278.000 pflegebedürftige Menschen. Experten rechnen in den nächsten 15 Jahren mit einem Anstieg auf rund 374.000 Personen im Südwesten. Bereits heute ist ein Fünftel der Bevölkerung im Lande 65 Jahre und älter. | Sozialverband VdK und Architektenkammer bündeln ihre Kräfte Alle Lebensräume zukunftsfähiger zu gestalten: dieses Ziel haben sich nun der Sozialverband VdK Baden-Württemberg e.V. und die Architektenkammer Baden-Württemberg gemeinsam auf die Fahnen geschrieben. Beide Seiten unterzeichneten heute (5. Mai) im Haus der Architekten eine Kooperationsvereinbarung, um mit vereinten Kräften das barrierefreie Bauen im Land zu befördern. | 05.05.2015

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2015 VdK fordert gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung 5.5.2015 „Die Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben ist elementare Voraussetzung für eine gerechte Gesellschaft“, erklärt VdK- Präsidentin Ulrike Mascher anlässlich des heutigen Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. | VdK-Tagung mit erneuter Rekordbeteiligung Jetzt schon den Termin für 2016 vormerken: 13.07.2016 „Wir brauchen das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM), um die Beschäftigungsfähigkeit von Arbeitnehmern trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung zu erhalten“, war eine der zentralen Forderungen der Referenten der 13. VdK-Landesschulung für Behindertenvertreter im Juli in Heilbronn. Auf der alljährlichen Fachtagung des VdK Baden-Württemberg, seit 2008 stets in der Harmonie Heilbronn durchgeführt, warben die Behindertenexperten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft für das BEM – gerade auch in Zeiten des demografischen Wandels und angesichts von mittlerweile einem Drittel der Beschäftigten im Alter 50+. | Bundesverdienstkreuz Erster Klasse an Roland Sing verliehen Roland Sing, Vizepräsident des Sozialverbands VdK Deutschland und VdK-Landesverbandsvorsitzender von Baden-Württemberg sowie Vorsitzender des Landesseniorenrats (LSR), bekam am 28. Juli 2015 eine ganz besondere Auszeichnung verliehen: Landessozialministerin Katrin Altpeter überreichte dem verdienten und deutschlandweit aktiven Sozial-, Pflege- und Gesundheitsexperten im Großen Kursaal von Stuttgart-Bad Cannstatt das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse. |

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Schlaglichter VdK-Gesundheitstag Nach drei Jahren Pause gibt es im Oktober 2015 wieder einen landesweiten VdK-Gesundheitstag in Stuttgart. Die bewährte Großveranstaltung der vergangenen 15 Jahre findet dieses Jahr am Samstag, 10. Oktober 2015, statt. Wie gewohnt gibt es die Großveranstaltung, zu der wieder mehrere Hundert Teilnehmer erwartet werden, in der Stuttgarter Liederhalle. | VdK: „Der Zusatzbeitrag muss weg!“ „Der Zusatzbeitrag für gesetzlich Krankenversicherte muss weg!“, forderte der Vizepräsident des Sozialverbands VdK Deutschland, Roland Sing, am Wochenende auf dem VdK-Gesundheitstag in der Stuttgarter Liederhalle. Vor rund 800 Teilnehmern appellierte Sing an den Gesetzgeber, zur paritätischen Finanzierung bei der gesetzlichen Krankenversicherung zurückzukehren. | Deutscher Behindertenrat Der Deutsche Behindertenrat (DBR) ist ein breites politisches Aktionsbündnis der Behindertenverbände und Selbsthilfeorganisationen in Deutschland, darunter auch der Sozialverband VdK Deutschland, und engagiert sich seit vielen Jahren für die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Im DBR haben sich über 140 Organisationen behinderter und chronisch kranker Menschen zu einem Aktionsbündnis vereinigt. Es repräsentiert mehr als 2,5 Millionen Betroffene in Deutschland. www.deutscher-behindertenrat.de

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2015 Nützliche Downloads VdK-Serviceflyer VdK-Leporello Bundesfachstelle für Barrierefreiheit: DBR fordert Start im April 2016 19.10.2015 „Zwischen dem Deutschen Behindertenrat (DBR) und dem Bundessozialministerium besteht grundsätzlich Einigkeit bezüglich der Bundesfachstelle für Barrierefreiheit.” Der Deutsche Behindertenrat (DBR) begrüßt den neuen Konsens mit der Politik, die lange Zeit die Notwendigkeit einer derartigen Fachstelle geleugnet hatte. | Veranstaltungsreihe Patientenforum Was bedeutet eine Erkrankung? Muss ein operativer Eingriff sein? Wie komme ich nach dem Krankenhausaufenthalt zu einer Rehamaßnahme? PatientenForum e.V. ist ein gemeinnütziger Verein und hat sich zum Ziel gesetzt, diese Fragen zu beantworten und über die Entstehung von Wohlstands- und Zivilisationskrankheiten sowie über vorbeugende Methoden zu informieren. Die Gründer sind bzw. waren beruflich in der Rehabilitation tätig. Unser Forum stellt gemeinsam mit dem VdK das Zusammenwirken von akutmedizinischer Versorgung und der anschließenden Rehabilitation vor. Außerdem beantworten die Referenten Ihre konkreten Fragen. Der Sozialverband VdK verfolgt die sachkundige Information und Aufklärung seiner Mitglieder. Er bietet Interessierten fachlichen Rechtsrat bei alltäglichen Fragestellungen im Sozialbereich bzw. in der Zusammenarbeit mit den Sozialversicherungen. Gemeinsam geht’s besser, die Thematik einem breiten Publikum transparenter und verständlicher zu vermitteln. | Themen dieses Jahr waren: 15. Juli 2015: Diagnose Prostatakrebs 16. September 2015: Herzkreislauf-Erkrankungen 11. November 2015: Psychosomatik

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VdK Reisen jetzt auch exklusiv für E-Rollis willkommen – Pilotreise im 2016 ist es so weit: „VdK Reisen“ bietet in Zusammenarbeit mit „Müller Reisen“ erstmals Reisen speziell für Rollstuhlfahrer und insbesondere auch für Elektrorollstuhlfahrer an. Die Veranstalter werden Teilnehmern, die große Distanzen nicht ohne Hilfe bewältigen können, Reiseassistenten zur Seite stellen. Zunächst geht es vom 9. bis 13. Mai 2016 nach Alttann, ins württembergische Allgäu, und vom 28. August bis 3. September erfolgt die Reise ins Tiroler Wipptal. (Detailinfos über diese Reise gibt es zu einem späteren Zeitpunkt, vorgesehen beispielsweise in der Februar-VdK-Zeitung.) Was die Teilnehmer auf der Alttann-Reise erwartet, schildert der Tourismusexperte und Rollstuhlfahrer Johann Kreiter, der gemeinsam mit VdK Reisen und Müller Reisen diese Allgäu-Reise entwickelt hat. Am 9. Mai 2016 nimmt der barrierefreie Bus von Müller Reisen, der mit Hebebühne ausgestattet ist, Teilnehmer in Stuttgart, Herrenberg, Horb und Rottweil auf. Die Fahrt führt zunächst zum Bodensee, dort am See entlang und über Überlingen, inklusive eines Kaffee-und-Kuchen-Stopps, nach Alttann. Nach dem Einchecken im „Landhotel Allgäuer Hof“ können alle den Tag nach leckerem Drei-Gänge-Menü in den Gasträumen ausklingen lassen. Im idyllischen Kurort Alttann werden wir in schönen, ruhigen und komfortablen Zimmern eine erholsame Zeit verbringen. Selbstverständlich wird bei schönem Wetter der Biergarten geöffnet. Das Restaurant wird ebenfalls dafür sorgen, dass kulinarische Wünsche nicht

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Rollstuhlfahrer Mai 2016 ins Allgäu Foto: Kreiter Ob mit oder ohne Rollstuhl – auf dem Säntis gibt es einen herrlichen Blick auf die Berge und auf vier Länder. zu kurz kommen. Nach den Tagesausflügen stehen uns von 6.30 bis 22 Uhr das hauseigene 29 Grad warme Schwimmbad und die Sauna zur Verfügung. Der zweite Tag beginnt mit einem reichhaltigen gemeinsamen Frühstück. Danach wird uns unser Bus in das wunderschöne und historisch interessante Allgäuer Städtchen Wangen bringen. Dieser Ort wurde liebevoll restauriert, sodass die Besucher herrliche Fotomotive von Straßen, Gebäuden und schönen Brunnen bekommen. Danach geht es weiter nach Scheidegg zum barrierefreien Baumwipfelpfad. Über einen Lift erreichen wir den circa 600 Meter langen Weg. Bei guter Sicht

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haben wir eine herrliche Aussicht auf das Alpenvorland und die Alpen. Es ist möglich, als Selbstzahler die verschiedenen Plattformen per Lift zu erreichen. Beim anschließenden Nachmittagskaffee kann man Produkte der Region erwerben. Der dritte Tag führt uns nach Friedrichshafen ins Zeppelin Museum. Es ist bestens geeignet für behinderte Menschen und bietet umfangreiche Informationen rund um die Geschichte des Luftschiffes. Ein absolutes Muss ist die Ausstellung von Otto Dix und Max Ackermann. Die schöne Friedrichshafener Uferpromenade macht Lust auf einen Bummel entlang des Sees. Zudem laden schöne Cafés ein. Gegen 16.30 Uhr geht es wieder zurück ins Hotel. Der vierte Tag führt uns – nach herzhaftem Frühstück vom reichhaltigen Buffet – in die Schweiz zum Säntis. Der Besuch des Säntis, der komplett barrierefrei ist, kostet 37 Euro. Für eingetragene Begleitpersonen mit „B“ im Ausweis ist die Fahrt auf den Berg kostenfrei. Von der Besucherterrasse haben Sie bei schönem Wetter einen wunderschönen Rundblick über Alpen und Bodensee und auf vier Länder: Österreich, Schweiz, Lichtenstein und Deutschland. Alternativ bieten wir unseren Gästen die reizende Stadt St. Gallen an. Dort werden Sie herrliche Häuser und den barocken Dom vorfinden. Auch der Besuch der Klosterbücherei ist sehr empfehlenswert. In netten Straßencafés kann man beste Konditoreiware genießen und die Seele baumeln lassen. Wer Lust hat, kann

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Nähere Informationen und Flyer über die Allgäu- und Tirol-Reise gibt es bei „VdK Reisen“: Durdane Incani-Sözalan Johannesstraße 22 70176 Stuttgart Telefon: (07 11) 6 19 56-82 E-Mail: vdk-reisen-bw@vdk.de auch zur Shoppingmeile in die Altstadt und schöne Designer-Ware erwerben. Am letzten Tag fahren wir, nach dem Abschied vom Hotel, zunächst nach Weingarten mit der größten Barockbasilika und der „Heiligblut-Reliquie“. Diese Stadt ist auch bekannt für den „Blutritt“ zu Ehren des heiligen Blutes Christi. Danach geht es, mit Kaffeestopp unterwegs, wieder in die Heimat. Folgende Leistungen sind im Preis enthalten: • Fahrt im modernen und barrierefreien Reisebus mit jeglichem Komfort • Begleitung durch zwei geschulte VdK-Reisebegleitungen • vier Übernachtungen im guten Mittelklassehotel „Landhotel Allgäuer Hof“ • viermal Frühstück mit reichhaltigem Buffet • viermal Abendessen als Drei-Gänge-Menü • Kurtaxe • versierte Stadtführung in Wangen • Vorreservierung Baumwipfelpfad (Selbstzahler) • Fahrt nach Friedrichshafen • Besuch Zeppelin Museum • Fahrt zum Säntis (St. Gallen) • Vorreservierung der Auffahrt auf den Säntis (Selbstzahler) • Führung durch die Basilika in Weingarten • Insolvenzversicherung/Kundengeldgarantie • auf Wunsch Vermittlung einer Reiserücktrittsversicherung zum Preis von 18 Euro pro Person Gesamtpreis: 599 Euro (ab 22 Teilnehmern), 629 Euro (bei 20 bis 21 Teilnehmern), Einzelzimmerzuschlag 44 Euro. Achtung: Wer pflegerische Hilfe benötigt, muss selbst dafür sorgen.

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„Segway“ für Menschen mit Ha Maßgeschneiderte Lösungen für leistungsg weitere Tätigkeit bei ThyssenKrupp Steel Eu Inklusion bedeutet bei ThyssenKrupp Steel Europe, individuelle Lösungen für Mitarbeiter mit Handicap zu finden. Karsten Rankl kann mit dem „Segway“-Roller trotz seiner Gehbehinderung in der Logistik arbeiten. Mit dem motorisierten Trendroller umzugehen, hat Karsten Rankl schnell gelernt. Für ihn bedeutet das Gerät eine große Erleichterung. Ein Motorrad-Unfall hatte vor einigen Jahren sein Leben komplett verändert, zahlreiche Operationen und Therapien zur Folge gehabt. „In meinem gelernten Beruf als Betriebsschlosser konnte ich nicht mehr weiterarbeiten. Es war keine leichte Zeit, kein Ziel mehr vor Augen zu haben und orientierungslos zu sein“, sagt der 53-Jährige. Heute ist er im Bereich Lagerlogistik tätig und kontrolliert die Auslieferungen an die Produktionsstätten im Duisburger Hüttenwerk. Mit dem „Segway“-Fahrzeug kann er nicht nur schneller lange Wege bewältigen, sondern schützt auch seine Gelenke. Mit solchen maßgeschneiderten Lösungen können leistungsgewandelte Mitarbeiter weiterhin einer Tätigkeit bei ThyssenKrupp Steel Europe nachgehen. Karsten Rankls gelungene Inklusion ist ein Beispiel von vielen. Knapp 1.700 Menschen mit körperlichen oder psychischen Erkrankungen hat ThyssenKrupp Steel Europe erfolgreich ins Arbeitsleben integriert und liegt so mit rund 9 Prozent deutlich über der gesetzlich geforderten Quote von 5 Prozent. Seit Jahrzehnten übernimmt das Unternehmen hohe soziale Verantwortung an seinen Standorten und

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ndicap: eminderte Mitarbeiter machen rope möglich

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bietet Menschen mit Handicap personenbezogene Antworten auf deren Problemstellungen. Der betriebliche Einsatz steht dabei im Vordergrund, um den Mitarbeitern das Einbringen ihrer individuellen Fähigkeiten zu ermöglichen. Seine Erfahrungen über die Vereinbarkeit von sozialer Verantwortung und Wirtschaftlichkeit brachte der Stahlhersteller auch als Gastgeber des Kooperationstreffens „Wirtschaft trifft Werkstatt“ ein, das jährlich von der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen organisiert wird. Unter dem Motto „Die Arbeitswelt von morgen gestalten“ berieten soziale Institutionen und Wirtschaftsunternehmen über zukünftige Herausforderungen und Chancen von Inklusionsarbeit. „Wir fördern mit großem Engagement, dass Menschen mit und ohne Behinderung ganz selbstverständlich zusammenarbeiten. Arbeitsplätze passen wir so an die Bedürfnisse unserer Beschäftigten mit Handicap an, dass sie wieder in den Arbeitsprozess integriert werden können“, sagt Markus Micken, Beauftragter für schwerbehinderte Menschen bei ThyssenKrupp Steel Europe, anlässlich des Netzwerk-Treffens in Duisburg. Neben betriebseigenen Werkstätten für behinderte Menschen, wie im Bereich Serviceleistungen in Duisburg mit Zweigwerkstätten in Dortmund und Bochum, werden einzelne Arbeitsplätze in der Produktion an die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter angepasst. Das Scan-Center in Duisburg-Ruhrort,

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Seine Erfahrungen über die Vereinbarkeit von sozialer Verantwortung und Wirtschaftlichkeit brachte der Stahlhersteller auch als Gastgeber des Kooperationstreffens „Wirtschaft trifft Werkstatt“ ein, das jährlich von der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen organisiert wird. in dem Unternehmensdaten digitalisiert werden, wurde beispielsweise speziell für Mitarbeiter mit Handicap umgestaltet. Für Karsten Rankl, der keine lange Strecken mehr laufen kann, bedeutet der „Segway“ eine große gesundheitliche Entlastung und bringt ihm mehr Lebensqualität. „Neben meiner Familie ist mein Beruf wichtig für meine psychische Gesundheit, weil ich gebraucht werde und eine Tätigkeit habe, bei der meine Fähigkeiten zählen. Das gibt mir Sicherheit und Stabilität. Und Spaß macht das Segway-Fahren natürlich auch ein bisschen“, so der Mitarbeiter im Auslieferungslager.

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Museen für Menschen mit Behind Etliche Museen bieten inzwischen ihre Ausstellungen auc Beispielhaft möchten wir das Mercedes-Benz Museum, das Landesmuseum Stuttgart im Alten Schloss und das Linden-Museum vorstellen. Mercedes-Benz Museum Barrierefreiheit Rampen ermöglichen Rollstuhlfahrern einen unkomplizierten Zugang, Schwenktüren erleichtern den Eingang zur Ausstellung. In der Ausstellung selbst sind ebenfalls Rampen und Zwischenpodeste mit Handläufen vorhanden. Die einzelnen Ebenen werden zusätzlich durch Satellitenaufzüge miteinander verbunden. Außerdem wurde bei den Böden auf rutschfeste Beläge geachtet. Am Einlass können Rollstühle und Rollatoren ausgeliehen werden. Spezielle Angebote für Menschen mit Behinderung Blinde und Sehbehinderte Auf Anfrage werden Blindenführungen angeboten. Mithilfe spezieller Modelle und dem Berühren der Exponate wird sehbehinderten und blinden Menschen die Ausstellung fühl- und erlebbar gemacht. Das Mitnehmen von Blindenhunden in die Ausstellung ist ausdrücklich gestattet. Führungen für Rollstuhlfahrer Bis zu einer Gruppengröße von 20 Personen, davon maximal 5 Personen mit Rollstuhl, bietet das Mercedes-Benz Museum auch spezielle Führungen für Rollstuhlfahrer an.

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erung h für Menschen mit Behinderung frei zugänglich und erlebbar an Hörgeschädigte Die Kopfhörer des am Einlass erhältlichen Audioguides sind auch für Hörgeräteträger geeignet. Weitere Infos

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Landesmuseum Stuttgart Barrierefreiheit Der Eingang des Landesmuseums selbst ist lediglich über Kopfsteinpflaster zu erreichen. Bis auf den Zugang in die Gruft und in den Uhrenkeller sind jedoch ansonsten alle Ausstellungsräume im Alten Schloss barrierefrei zugänglich. Ein barrierefreier Aufzug ist vorhanden. Er verfügt über niedrige Bedienelemente für Rollstuhlfahrer und erhabene sowie kontrastreiche Tasten für Sehbehinderte. Alle für Rollstuhlfahrer zugänglichen Ausstellungsräume weisen einen Parkettboden, Steinplatten oder gut befahrbaren Teppichboden auf. Bei Bedarf kann ein Rollstuhl an der Pforte ausgeliehen werden. Für gehbehinderte oder ältere Menschen gibt es handliche Klappstühle, die am Eingangsbereich kostenlos mit in die Ausstellung genommen werden können. Zusätzliche Sitzmöglichkeiten gibt es in den „LegendärenMeisterWerken“. Spezielle Angebote für Menschen mit Behinderung Das Landesmuseum Württemberg versucht, sich bestmöglich auf die unterschiedlichen Bedürfnisse einzelner Besuchergruppen einzustellen. So bietet es seit vielen Jahren für

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Weitere Infos Menschen mit Behinderungen kostenlose und speziell konzipierte Führungen an. Blinde und Sehbehinderte Für blinde und sehbehinderte Besucher befinden sich in den „LegendärenMeister- Werken” an ausgewählten Stationen Möglichkeiten zum Ertasten und Erfühlen. Diese Stationen werden durch eine Braillebeschriftung ergänzt. Eine Broschüre führt zu diesen Stationen und beschreibt die wichtigsten Objekte. Diese Broschüre ist an der Information zur Ausleihe erhältlich. Führungen für Menschen mit einer Sehbehinderung sind durch unterschiedliche Abteilungen möglich. Hierzu werden Nachbildungen und diverse Materialien zum Ertasten und zur besseren Wahrnehmung eingesetzt. Hörgeschädigte Für Schwerhörige werden spezielle Führungen angeboten. Sowohl Träger von Im- Ohr- sowie Hinter-dem-Ohr-Hörgeräten als auch Menschen mit Implantaten können ihre Hörgeräte an die bei den Führungen eingesetzte Sprechanlage anschließen lassen, sodass sie selbst ohne Blickkontakt der Führung folgen können. Ein besonderes Angebot für Gehörlose sind Führungen in Gebärdensprache mit einem Signs-Speaker durch die „LegendärenMeisterWerke“. Museumsführer in Leichter Sprache Für Menschen mit Sprachbehinderung werden in Leichter Sprache wichtige Objekte der „LegendärenMeisterWerke“ erklärt und umschrieben. Der Museumsführer ist an der Information kostenlos erhältlich.

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Linden-Museum Barrierefreiheit Das Museum ist barrierefrei zugänglich. Über einen separaten Zugang am Herdweg führt ein Aufzug direkt in die Ausstellung. Hierzu ist eine Anmeldung über die mit der Pforte verbundene Gegensprechanlage oder per Telefon notwendig. Ansonsten sind alle Abteilungen über Aufzüge erreichbar. Bei Bedarf kann ein Rollstuhl an der Infotheke ausgeliehen werden. Für gehbehinderte oder ältere Menschen stehen in den Ausstellungsräumen leichte und handliche Klappstühle bereit. Spezielle Angebote für Menschen mit Behinderung Blinde und Sehbehinderte Für blinde und sehbehinderte Besucher gibt es spezielle Führungen von qualifizierten Guides, unterstützt durch Tastobjekte aus den verschiedenen Kulturräumen. Außerdem bietet das Linden-Museum SinnesTouren durch die „Welt des Schattentheaters” an. Weitere Infos

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08 28 Für Teilhabe braucht es starke Mitkämpfer VdK sieht Arbeitgeber in der Pflicht: Arbeit als ein Schlüsselfaktor für umfassende Inklusion Sie sind keine „Randgruppe“: 9,3 Prozent der Bevölkerung in Deutschland leben mit einer Schwerbehinderung. Der Sozialverband VdK fordert anlässlich des Internationalen Tags der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember umfassende Inklusion in Deutschland. Das Jahr 2016 wird beim VdK bundesweit unter dem Motto „Weg mit den Barrieren!“ stehen. Insgesamt haben in Deutschland zehn Millionen Menschen eine Behinderung, davon sind 7,5 Millionen schwerbehindert, haben also einen Grad der Behinderung von 50 oder mehr. Etwa 40 Prozent der schwerbehinderten Menschen sind im erwerbsfähigen Alter, das heißt, sie sind 15 bis 65 Jahre alt. „Diese Gruppe stößt auf dem Arbeitsmarkt auf viele Barrieren“, kritisiert VdK-Präsidentin Ulrike Mascher. Während die 11.715 öffentlichen Arbeitgeber ihre Beschäftigungsquote mit 6,6 Prozent sogar übererfüllen, hinken die privaten Unternehmen noch gewaltig hinterher. 78,5 Prozent der 138.095 Betriebe erreichen den vorgeschriebenen Beschäftigtenanteil von fünf Prozent nicht. In jedem vierten aller verpflichteten Betriebe arbeitet kein einziger Mensch mit Behinderung. Mehr ...

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Links VdK Baden-Württemberg VdK Sozialrechtsschutz Unsere Referenten unterstützen Sie bei den Sozial- und Verwaltungsbehörden, stellen Anträge, legen für Sie Widerspruch ein, wenn Rechte verwehrt werden, und vertreten Sie vor Sozialgerichten in allen Instanzen. VdK-Patientenberatung ab Januar 2016 in eigener Regie Der Sozialverband VdK Baden-Württemberg führt die seit 2006 bestehende bisherige regionale Beratungsstelle der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) ab Januar 2016 mit dem bewährten Beratungsteam fort. Der VdK greife so die Wünsche zahlreicher Bürger nach einer von Ärzten, Therapeuten, Kliniken und Krankenkassen völlig unabhängigen Patientenberatung auf, betonte der VdK-Vizepräsident Roland Sing und hob die große Rolle der Beratungsstelle als „regionaler Lotse im Gesundheitswesen“ hervor.

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Für den Inhalt der folgenden gelinkten Seiten ist der VdK Baden-Württemberg nicht verantwortlich. Insbesondere macht er sich den Inhalt dieser Seiten nicht zu eigen. Behörden / Organisationen / Institutionen Deutscher Behindertenrat (DBR) REHADAT Hilfsmittelportal Arbeitsplatz und Ausbildung einfach teilhaben Ausbildung und Arbeit Bundesministerium für Arbeit und Soziales Initiative Inklusion Bundesvereinigung Lebenshilfe Teilhabe am Arbeitsleben - personenzentriert ausgestalten Architektenkammer Baden-Württemberg Freizeit – Tipp VdK-Reisen

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Gerichtsentscheidungen Diskriminierung schwerbehinderter Menschen bei Einstellung – Schriftlicher Test ersetzt nicht das Vorstellungsgespräch AZ: 3 Sa 36/15 Gemäß § 82 Satz 2 SGB IX muss ein öffentlicher Arbeitgeber einen schwerbehinderten Stellenbewerber zum Vorstellungsgespräch einladen, soweit dieser nicht offensichtlich fachlich ungeeignet ist. Dies kann nicht durch einen schriftlichen, für alle Bewerber verbindlichen Auswahltest ersetzt werden. Wird einem schwerbehinderten Bewerber, der das Anforderungsprofil erfüllt, nach nicht bestandenem Test abgesagt, ohne ihn zum Vorstellungsgespräch einzuladen, stellt dies ein Indiz für eine Diskriminierung wegen der Schwerbehinderung dar und kann die Zahlung einer Entschädigung nach sich ziehen. Dies hat das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein entschieden (Urteil vom 9. September 2015 – 3 Sa 36/15 -).

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Die Beklagte, eine öffentliche Arbeitgeberin, schrieb Ausbildungsplätze im dualen Studium zur Verwaltungsinformatikerin/zum Verwaltungsinformatiker - Diplom (FH) aus. Voraussetzung war ausdrücklich „mindestens vollwertige Fachhochschulreife“. Der schwerbehinderte, entsprechend ausgebildete Kläger bewarb sich um den Studienplatz, nahm an dem bereits in der Ausschreibung erwähnten schriftlichen Eignungstest teil und fiel durch. Daraufhin erteilte ihm die Beklagte eine Absage. Der Kläger verlangte von der Beklagten die Zahlung einer Entschädigung, weil er wegen seiner Schwerbehinderung benachteiligt worden sei. Seine Klage war sowohl vor dem Arbeitsgericht als auch vor dem Landesarbeitsgericht im Umfang von zwei Bruttomonatsvergütungen erfolgreich. Das Bestehen eines Eingangstests war hier ausweislich der Ausschreibung keine Stellenanforderung, sondern bereits Teil des Auswahlverfahrens. Dabei musste die Beklagte aber § 82 Satz 2 SGB IX beachten: Ein fachlich geeigneter schwerbehinderter Bewerber ist vom öffentlichen Arbeitgeber immer zum Vorstellungsgespräch einzuladen. Er soll etwaige Defizite in einem persönlichen Gespräch ausgleichen können. Unterbleibt die Einladung, wird nach dem Gesetz eine Diskriminierung aufgrund der Schwerbehinderung vermutet. Dies ist im entschiedenen Fall von der Beklagten nicht widerlegt worden. Das Urteil ist – noch – nicht rechtskräftig. Quelle: LAG Schleswig-Holstein Hier finden Sie die vollständige Entscheidung

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Inklusionstage 2015 Breite Beteiligung an der Weiterentwicklung des Nationalen Aktionsplans Im Rahmen der Inklusionstage 2015, die am 23. und 24. November 2015 in Berlin stattgefunden haben, hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales den Arbeitsentwurf des Nationalen Aktionsplans (NAP 2.0) der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention vorgestellt. Fast 600 Teilnehmende haben die Gelegenheit genutzt, sich über das neue Maßnahmenpaket im NAP 2.0 zu informieren und in insgesamt 18 verschiedenen Foren mit Vertreterinnen und Vertretern der Bundesregierung über die einzelnen Maßnahmen intensiv zu diskutieren. Damit hat der breite Beteiligungsprozess zur Weiterentwicklung des NAP, der bei den Inklusionstagen 2014 begonnen wurde, seine weitere Fortsetzung gefunden. Mit den Ergebnissen der Inklusionstage 2015 im Gepäck wird jetzt mit der Erarbeitung und Abstimmung des Referentenentwurfs begonnen. Ziel ist es, den NAP 2.0 im März 2016 im Bundeskabinett zu verabschieden. Der Arbeitsentwurf des NAP 2.0 setzt mit seinen mehr als 120 Maßnahmen auf die über 240 des ersten Aktionsplans auf und stellt eine strukturelle wie inhaltliche Weiterentwicklung dar. Viele Anregungen aus der Evaluation des ersten Aktionsplans wurden im NAP 2.0 aufgegriffen, und auch die Empfehlungen aus der Staatenprüfung Deutschlands durch den zuständigen UN-Vertragsausschuss haben wichtige Impulse zu seiner Weiterentwicklung geliefert. Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales

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Gutachten zur Teilhabe von Menschen mit wesentlichen Behinderungen am Arbeitsmarkt Im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) hat Dr. Hans-Günther Ritz ein Gutachten zur Teilhabe von Menschen mit wesentlichen Behinderungen am Arbeitsmarkt erstellt. Das 84 Seiten starke Dokument kann als PDF-Dokument auf der Website der Friedrich-Ebert-Stiftung heruntergeladen werden. Der Autor entwickelt im Rahmen der Expertise verschiedene diskussionswürdige Vorschläge für eine stärker inklusiv orientierte Förderung der Teilhabe am Arbeitsmarkt. Betrachtet wird insbesondere aber nicht ausschließlich der Personenkreis, der Eingliederungshilfeleistungen nach dem SGB XII erhält. Neben der Abschaffung der Beitragsaufstockung zur Rentenversicherung für Beschäftigte in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) werden beispielsweise die Erhöhung des Arbeitsförderungsgeldes, Minijobs als Weg zur niedrigschwelligen Teilhabe für bestimmte Zielgruppen sowie die Gewährung von Prämien an Arbeitgeber für pauschale Mehraufwendungen infolge einer Beschäftigung von Budget-Arbeitnehmern thematisiert. Ritz, Hans-Günther: Teilhabe von Menschen mit wesentlichen Behinderungen am Arbeitsmarkt: Gutachten im Auftrag der Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung / Hans-Günther Ritz. - Bonn, 2015. - 79 S. = 630 KB, PDF-File. - (WISO-Diskurs). - ( Gesprächskreis Arbeit und Qualifizierung) Electronic ed.: Bonn : FES, 2015 ISBN 978-3-95861-239-6 Das Gutachten gibt es hier als Download Die Expertise gibt es demnächst auch in gedruckter Form kostenlos bei der Friedrich-Ebert-Stiftung zu bestellen. Kontakt: Margit Durch, Telefon: 0228/ 883 8306, Fax: 0228/ 883 9202

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