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Es wird immer zuerst geprüft, ob die Arbeitsfähigkeit durch eine Reha wiederhergestellt werden kann.

In der Regel wird sie befristet bezahlt. Der Schwerbehindertenstatus wird nach drei bis fünf Jahren noch einmal geprüft. Wenn dann entscheidende Behinderungen verblieben sind oder eine Besserung unwahrscheinlich ist, wird die Rente unbefristet bezahlt. Der Anspruch besteht längstens bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze.

Wenn zu Unrecht eine Aberkennung erfolgte. Dann sollte genau dargelegt werden, welche Behinderungen im Laufe der Jahre durch die Erkrankung hinzugetreten sind.

Vor Eintritt der Erwerbsminderung muss der Antragsteller mindestens fünf Jahre versichert gewesen sein. Davon müssen drei Jahre mit Pflichtbeiträgen für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit belegt sein.

Beitragszeiten (Pflichtbeitragszeiten, unter bestimmten Voraussetzungen zum Beispiel auch Zeiten des Bezuges von Krankengeld, Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld II oder Übergangsgeld, Zeiten der Kindererziehung, Zeiten der nicht erwerbsmäßigen häuslichen Pflege, freiwillige Beitragszeiten), Ersatzzeiten (zum Beispiel Zeiten der politischen Verfolgung in der DDR), Zeiten aus Zuschlägen für eine geringfügige Beschäftigung (vor 2013 versicherungsfreier 400-Euro-Job, ab 2013 von der Versicherungspflicht befreiter 450-Euro-Job), Zeiten aus einem Rentensplitting.

Die Wartezeit ist erfüllt, wenn  der Antragsteller wegen eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit, einer Wehrdienst- oder Zivildienstbeschädigung oder wegen politischen Gewahrsams vermindert erwerbsfähig geworden ist. Sie ist auch erfüllt, wenn der Antragsteller vor Ablauf von sechs Jahren nach Beendigung einer Ausbildung voll erwerbsgemindert geworden ist und in den letzten zwei Jahren vorher mindestens ein Jahr Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit gezahlt hat.

Eine volle Erwerbsminderung liegt vor, wenn der Betroffene in einer Werkstatt für behinderte Menschen oder in einer anderen beschützenden Einrichtung beschäftigt ist. Dies setzt voraus, dass er aufgrund seiner Behinderung nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein kann.

Sie kann bereits vor der Altersgrenze beantragt werden.

Am Tag des Rentenbeginns muss der Schwerbehinderungsgrad bestehen, also ein Grad der Behinderung von mindestens 50. Liegen mehrere Behinderungen vor, werden sie in einer Gesamtschau bewertet. In der Praxis gibt es gewisse Erfahrungswerte, wie hoch eine Behinderung zu bewerten ist. Das Versorgungsamt hat hier oft einen Bewertungsspielraum. Die 35-jährige Wartezeit muss am Tag des Rentenbeginns erfüllt sein. Bei einer geringeren Wartezeit besteht kein Anspruch auf eine vorgezogene Rente wegen Schwerbehinderung. Dabei werden sämtliche rentenrechtlichen Zeiten auf die Wartezeit angerechnet. Dazu gehört auch das Studium, das in anderen Fällen wie die abschlagsfreie Altersrente für Versicherte mit 45 Pflichtbeitragsjahren nicht angerechnet wird.

Die vorgezogene Altersrente für schwerbehinderte Menschen ist niedriger als die abschlagsfreie Rente. Für jeden Monat, den die Rente vor der Altersgrenze bezogen wird, wird die Rente um je 0,3 % gekürzt.

Ja, d.h. sie fällt mit dem Erreichen der Altersgrenze nicht weg und führt nach dem Tod des Versicherten auch zu einer Kürzung der Hinterbliebenenrente.

Ja. Vor dem 1. Januar 1952 Geborene können mit 63 Jahren die Altersrente für Menschen mit einer Schwerbehinderung beantragen. Wenn sie schon mit 60 Jahren in Rente gehen wollen, müssen sie mit Abschlägen rechnen. Bis zum 16. November 1950 Geborene und Menschen, die bereits am 16. November 2000 schwerbehindert oder berufs- bzw. erwerbsunfähig waren (nach dem am 31. Dezember 2000 geltenden Recht) können die Rente mit Schwerbehinderung bereits mit 60 Jahren abschlagsfrei erhalten. Ab dem 1. Januar 1952 Geborene können ihren Anspruch auf Schwerbehindertenrente nach dem 60. Geburtstag geltend machen. Ebenso wie die Altersgrenze für die normale Altersrente ab 2012 nach und nach ansteigt (von 63 auf 65 Jahre), steigt auch die Altersgrenze für Menschen mit einer Schwerbehinderung schrittweise (von 60 auf 62 Jahre). Ab dem 1. Januar 1964 Geborene können erst mit 65 Jahren abschlagsfrei bzw. mit 62 Jahren mit Abschlägen in den Genuss der Rente für Menschen mit einer Schwerbehinderung kommen.

Wer über die Regelaltersgrenze hinaus noch arbeitet, soll ab Juli 2017 für jeden weiteren Monat einen Rentenzuschlag in Höhe von 0,5 Prozent erhalten (Flexirente). Zusätzlich erhöht sich die Rente durch die weitere Beitragszahlung. Rentenversicherungsbeiträge müssen nicht mehr gezahlt werden, der Arbeitgeber muss allerdings seinen Beitragsanteil abführen.

Die Höhe der Rente wegen voller Erwerbsminderung wird nach den gleichen Regeln wie die Altersrente berechnet, d. h. auf der Grundlage der während des Berufslebens gezahlten Beiträge. Die persönlichen Entgeltpunkte werden mit dem Rentenartfaktor und dem aktuellen Rentenwert multipliziert. Der Rentenartfaktor für die Rente wegen voller Erwerbsminderung beträgt 1,0. Der aktuelle Rentenwert wird jährlich unter anderem an die Entwicklung der Löhne und Gehälter angepasst. Ein Ausgleich für die fehlenden Beitragsjahre durch die Erwerbsminderung wird mithilfe der Zurechnungszeit bis zum 62. Lebensjahr erreicht. Eine teilweise Erwerbsminderung bedeutet die Hälfte der Vollrente. Hier wird davon ausgegangen, dass der Lebensunterhalt teilweise noch selbst bestritten werden kann.

Ja, seit 1. Januar 2008 sind Erwerbsminderungsrentner im Rahmen der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge förderfähig.

Arbeitsentgelt, Arbeitseinkommen, vergleichbares Einkommen (zum Beispiel Vorruhestandsgeld) und bestimmte Sozialleistungen sowie Renten aus der gesetzlichen Unfallversicherung.

Wer bereits vor Erreichen der Regelaltersgrenze eine Rente in Anspruch nehmen möchte, kann mögliche Rentenabschläge durch eine Zahlung von Beiträgen ganz oder teilweise ausgleichen. Dies ist derzeit ab einem Alter von 55 Jahren möglich. In den Neuregelungen ab Juli 2017 (Flexirente) ist vorgesehen, diese Grenze auf 50 Jahre zu senken. Hinweis Flexirentengesetz gilt bereits!

Sie erhalten den gezahlten Beiträgen entsprechend eine erhöhte Rente. Eine Erstattung der Ausgleichzahlungen ist nicht möglich.

Die Hinzuverdienstgrenze wird in mehrere Stufen gestaffelt. Wird mit dem Verdienst die niedrigste Hinzuverdienstgrenze überschritten, wird die Rente nicht mehr in voller Höhe bezahlt. Überschreitet der Verdienst alle Hinzuverdienstgrenzen, fällt die Rente ganz weg. Der Rentenanspruch selbst bleibt jedoch erhalten, sofern die Erwerbsminderung weiterhin besteht. Darüber hinaus darf die Summe aller bezogenen Renten (Versichertenrente aus der gesetzlichen Unfallversicherung, Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit) einen bestimmten Höchstbetrag nicht übersteigen.

Arbeitsentgelt aus einer abhängigen Beschäftigung oder aus selbstständiger Tätigkeit, unter Umständen auch Verletztengeld, Übergangsgeld, Versorgungskrankengeld oder Krankengeld.

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