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Sie können in der Regel bei der kommunalen Straßenverkehrsbehörde beantragt werden.

Auf den ausgewiesenen Behindertenparkplätzen darf nur parken, wer den blauen Parkausweis (den sogenannten "Parkausweis für Personen mit Behinderungen in der Europäischen Union") vorweisen kann.

Sie können in der Regel bei der kommunalen Straßenverkehrsbehörde beantragt werden.

Auf den ausgewiesenen Behindertenparkplätzen darf nur parken, wer den blauen Parkausweis (den sogenannten "Parkausweis für Personen mit Behinderungen in der Europäischen Union") vorweisen kann.

Der blaue Parkausweis gilt in allen Ländern der Europäischen Union und außerdem in Albanien, Aserbaidschan, Bosnien-Herzegowina, Georgien, Island, Liechtenstein, Mazedonien, Moldawien, Russland, Schweiz, Türkei, Ukraine und Weißrussland.

Der Parkausweis kann meist bei der Straßenverkehrsbehörde vor Ort oder beim Ordnungsamt der Stadt beantragt werden.

Wer einen Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen aG (außergewöhnlich gehbehindert) oder einen Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen Bl (blind) besitzt, kann den Sonderparkausweis beantragen. Seit Anfang 2009 können auch Contergangeschädigte (beidseitige Amelie oder Phokomelie) und Menschen mit vergleichbaren Beeinträchtigungen (z.B. Amputation beider Arme) diesen Ausweis erhalten.

Er erlaubt auf den auf den mit Zusatzschild "Rollstuhlfahrersymbol" besonders gekennzeichneten Parkplätzen (sogenannten Behindertenparkplätzen) zu parken,
bis zu drei Stunden an Stellen zu parken, an denen das eingeschränkte Halteverbot angeordnet ist, im Bereich eines Zonenhalteverbots die zugelassene Parkdauer zu überschreiten, an Stellen, an denen Parken erlaubt ist, jedoch durch ein Zusatzschild eine Begrenzung der Parkzeit angeordnet ist, über die zugelassene Zeit hinaus zu parken,
eine längere Parkzeit für bestimmte Halteverbotsstrecken zu nutzen. Die Ankunftszeit muss sich aus der Einstellung auf einer Parkscheibe ergeben, in Fußgängerbereichen, in denen das Be- und Entladen für bestimmte Zeiten freigegeben ist, während der Ladezeiten zu parken; auf Parkplätzen für Anwohner bis zu drei Stunden zu parken;
an Parkuhren und Parkscheinautomaten ohne Gebühr und zeitliche Begrenzung zu parken; auf gekennzeichneten Bus- und Sonderfahrstreifen in Berlin während der durch Zusatzschild ausgewiesenen Ladezeit bis zu drei Stunden zu parken. Die Ankunftszeit muss sich aus der Einstellung einer Parkscheibe ergeben; in Bereichen, in denen das absolute Halteverbot mit Zusatzzeichen "Be- und Entladen, Ein- und Aussteigen frei" angeordnet ist, bis zu drei Stunden zu parken. Die Ankunftszeit muss sich aus der Einstellung einer Parkscheibe ergeben; in ausgewiesenen verkehrsberuhigten Bereichen außerhalb der markierten Parkstände - soweit der übrige Verkehr, insbesondere der fließende Verkehr, nicht unverhältnismäßig beeinträchtigt wird - zu parken, sofern in zumutbarer Entfernung keine andere Parkmöglichkeit besteht.

Sie beträgt 24 Stunden, wenn nicht anders angegeben.

Seit dem 1. Januar 2011 gilt nur noch der EU-Parkausweis.

Dieser orangene Ausweis berechtigt nicht zum Parken auf den ausgewiesenen Behindertenparkplätzen, er bietet jedoch eine Reihe von Erleichterungen beim Parken. Er erlaubt:
im eingeschränkten Haltverbot bis zu drei Stunden zu parken (die Ankunftszeit muss auf einer Parkscheibe eingestellt werden); im Zonenhaltverbot über die zugelassene Zeit hinaus zu parken; an Stellen über die zugelassene Zeit hinaus zu parken, die als Parkplatz ausgeschildert sind (Nummer 314 und 315) und für die durch ein Zusatzschild eine begrenzte Parkzeit angeordnet ist; in Fußgängerzonen, in denen das Be- und Entladen für bestimmte Zeiten freigegeben ist, während der Ladezeit zu parken; in entsprechend gekennzeichneten verkehrsberuhigten Bereichen (Zeichen 325) außerhalb der gekennzeichneten Flächen zu parken, ohne jedoch den durchgehenden Verkehr zu behindern;
an Parkuhren und bei Parkscheinautomaten ohne Gebühr und zeitlich unbegrenzt zu parken; auf Parkplätzen für Bewohnerinnen und Bewohner bis zu drei Stunden zu parken;
in Einzelfällen kostenlos auf Kundenparkplätzen an Bahnhöfen der Deutschen Bahn (DB) zu parken. Da es sich hier jedoch nicht um öffentlichen Verkehrsraum, sondern um Privatgelände der DB handelt, sollten behinderte Menschen sich unbedingt genau über die Bedingungen informieren.

Einen Anspruch auf die orangene Ausnahmegenehmigung und somit auf die Parkerleichterungen haben: schwerbehinderte Menschen mit den Merkzeichen G und B und einem Grad der Behinderung (GdB) von wenigstens 80 allein für Funktionsstörungen an den unteren Gliedmaßen (und der Lendenwirbelsäule, soweit sich diese auf das Gehvermögen auswirken); schwerbehinderte Menschen mit den Merkzeichen G und B und einem GdB von wenigstens 70 allein für Funktionsstörungen an den unteren Gliedmaßen (und der Lendenwirbelsäule, soweit sich diese auf das Gehvermögen auswirken) und gleichzeitig einen GdB von wenigstens 50 für Funktionsstörungen des Herzens oder der Atmungsorgane; schwerbehinderte Menschen, die an Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa erkrankt sind, wenn hierfür ein GdB von wenigstens 60 vorliegt; schwerbehinderte Menschen mit künstlichem Darmausgang und zugleich künstlicher Harnableitung, wenn hierfür ein GdB von wenigstens 70 vorliegt.

Neben dem blauen und orangenen Parkausweis gibt es in folgenden Bundesländern noch individuelle Regelungen: in Bayern, Berlin, Brandenburg und in Hessen.

Er muss auf jeden Fall gut sichtbar hinter der Windschutzscheibe platziert werden.

Nein, ein solcher Aufkleber allein berechtigt nicht zum Parken auf Behindertenparkplätzen.

Er darf nur benutzt werden, wenn die behinderte Person als Beifahrer dabei ist.

Das Fahrzeug kann kostenpflichtig abgeschleppt werden und unter Umständen kann eine Klage wegen Missbrauch von Ausweispapieren erfolgen.

Eine solche Verpflichtung ist ausschließlich im Zusammenhang mit der Art der Behinderung gegeben, d. h. nur für schwerbehinderte Beschäftigte mit außergewöhnlicher Gehbehinderung (evtl. mit Merkzeichen aG). Für Rollstuhlfahrer ist zusätzlich eine Überdachung zu empfehlen. Hierfür kann es finanzielle Unterstützung vom Integrationsamt geben.

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