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Nur schwerbehinderte Menschen, d. h. Menschen mit einem GdB von mindestens 50. Der Ausweisinhaber muss zudem seinen Wohnsitz in Deutschland haben, in Deutschland arbeiten oder sich gewöhnlich hier aufhalten.

Der GdB wird auf der Rückseite des Ausweises eingetragen.

Die gesetzlichen Regelungen stehen in der Schwerbehindertenausweisverordnung (SchwbAwV): www.gesetze-im-internet.de/schwbawv/index.html.

Ja, aber nur nach einer erneuten Prüfung durch das Versorgungsamt und wesentlicher Änderung der Verhältnisse.

Nein, den Ausweis können nur schwerbehinderte Menschen mit einem GdB von mindestens 50 bekommen.

Beim zuständigen Versorgungsamt beziehungsweise  bei der nach Landesrecht zuständigen Behörde.

Die Adresse ist beim Bürgeramt des Wohnsitzes erhältlich.

Meist gilt eine Befristung von längstens fünf Jahren. Der Ausweis kann nach Ablauf dieser Frist zweimal ohne besondere Formalitäten beim zuständigen Versorgungsamt, häufig auch beim Bürgeramt, verlängert werden. Danach muss ein neuer Ausweis beantragt werden.
Eine unbefristete Ausstellung ist nur in Ausnahmefällen möglich: wenn beim Inhaber eine wesentliche Änderung der gesundheitlichen Verhältnisse und damit eine Änderung des GdB nicht zu erwarten ist, z.B. bei Verlust einer Gliedmaße.

Er kann zweimal verlängert werden. Danach ist kein Verlängerungsfeld mehr frei und es muss ein neuer Ausweis beantragt werden.

Beantragung und Ausstellung des Ausweises sind kostenfrei.

Verbessert oder verschlechtert sich der Gesundheitszustand innerhalb der Geltungsdauer des Ausweises wesentlich, muss der Inhaber des Ausweises dies dem Versorgungsamt mitteilen. Eventuell werden dann GdB und Merkzeichen neu festgesetzt.
Oftmals wird die Wiedervorlage wegen möglicher Heilungsbewährung verlangt, d. h. eine automatische Überprüfung, ob die Behinderung noch vorhanden ist (z. B. bei Krebserkrankungen oder psychischen Erkrankungen).

Nein. Benötigt wird hier eine spezieller EU-Parkausweis.
Diesen Ausweis können nur schwerbehinderte Menschen mit den Merkzeichen aG (außergewöhnlich gehbehindert) und Bl (blind) erhalten.

Ja, seit Januar 2013 ist es möglich, den Schwerbehindertenausweis im praktischen Scheckkartenformat zu beantragen. Seit dem 1. Januar 2015 gibt es nur noch die neuen Ausweise.

Die alten Ausweise sind gültig, solange sie nicht abgelaufen sind. Es besteht daher kein Umtauschzwang.

Durch die EC-Karten-Größe ist er benutzerfreundlicher geworden. Er enthält außerdem den Nachweis der Schwerbehinderung in englischer Sprache sowie eine Kennzeichnung in Brailleschrift, damit Blinde und sehbehinderte Menschen den Ausweis von ihren anderen Karten gleicher Größe unterscheiden können.

Nein. Für die Inanspruchnahme von Nachteilsausgleichen ist der Ausweis als Nachweis jedoch erforderlich. So benötigen zum Beispiel Menschen mit erheblicher Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit, die die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos nutzen möchten, einen Schwerbehindertenausweis.

Ja. Die Vorlage des Feststellungsbescheids durch das Versorgungsamt, wo alle Erkrankungen und Behinderungen genau aufgelistet sind, ist nicht notwendig.

Neben den gesetzlich festgelegten Nachteilsausgleichen gibt es auch Vergünstigungen auf freiwilliger Basis, für die der Ausweis als Nachweis vorgelegt werden muss. Zahlreiche Freizeiteinrichtungen und kulturelle Institutionen (zum Beispiel Museen, Schwimmbäder, Kinos) bieten solche Ermäßigungen für Menschen mit (Schwer-)Behinderung an, die erst bei Vorlage eines entsprechenden Ausweises gewährt werden. Auf freiwillige Ermäßigungen besteht kein rechtlicher Anspruch.

Den grünen Ausweis können alle schwerbehinderten Menschen (GdB von mindestens 50) erhalten. Den grün-orangenen Ausweis erhalten nur schwerbehinderte Menschen mit erheblicher Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr. Sie haben das Recht auf unentgeltliche Beförderung im öffentlichen Personenverkehr. Dazu müssen aber bestimmte Merkzeichen vorliegen: G (gehbehindert), Bl (blind), aG (außergewöhnlich gehbehindert), H (hilflos), Gl (gehörlos), VB/EB (Versorgungsberechtigte unter bestimmten Umständen).

Personen mit erheblicher Beeinträchtigung im Straßenverkehr können sich beim Versorgungsamt eine Wertmarke für die "Freifahrt" besorgen. Diese Wertmarke berechtigt dann zur kostenlosen Beförderung im Personenverkehr.

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